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einzige in dieſem Kreiſe, der ſie nicht immer ermahnte, ta⸗ delte und bange machte, ſondern ihr auch Muth machte.
Liebſter Herr Paſtor, wandte ſich Frau von Warm⸗ holz jetzt lebhaft zu Schlöſſer, und alle ihre Ringellocken
tanzten um ihren feinen Kopf, Sie müſſen einmal mit der Sprache heraus, Sie ſind in dieſem Winter immer ſo ſchweigſam, wenn wir von unſeren Vereinen ſprechen. Das iſt doch ſeltſam. Haben Sie etwas dagegen?— Gegen die Vereine gewiß nicht, entgegnete Schlöſſer ruhig, nach meinen Erfahrungen aber ſcheint mir die Sache für die Theilnehmerinnen etwas bedenklich.— Für uns? rief Frau von Warmholz verwundert.— Nicht für alle gleich, war Schlöſſers Antwort.— Der Herr Paſtor meint, begann Klärchen nachdenklich, wenn es zu viel Zeit hinnimmt, zu viel Kräfte, wie bei der armen Emilie, die gar nicht zur Ruhe kommen kann.— Schlöſſer nickte und ſah vor ſich nieder.
Es iſt mir doch ordentlich lieb, begann der junge Reifenhagen, daß ein Mann, auf deſſen Urtheil man etwas giebt, gegen dieſen Vereinseifer iſt. Ich kenne eine Dame, ich will ſie aber nicht nennen, die über dieſe chriſtlichen Pflichten ihre kleinen geringen Hausfrauen⸗Pflichten beinahe unter ihret Würde hält. Ja ſie verlangt, daß Mann und Kinder mit Freudigkeit ſich von ihr vernachläſſigen laſſen
1 und ſie verehren ihres hohen Berufs wegen. Der Mann iſt auch ſo dumm und thut es. Serr von Reifenhagen, Sie ſind abſcheulich! zankte 1 Frau von Warmholz. Wenn eine Frau beſondere Gaben 3 Eliſabeth. 1. 20


