Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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hat mir gerathen iu Brannhauſen einen kleinen Riſſions⸗ verein anzufangen, das kann ich doch nicht? Schlöſſer lächelte. Wenn die älteren Damen einen anfangen, und ich darf in aller Stille theilnehmen ſagte ſie wieder. Ja in aller Stille, wiederholte Schlöſſer. Und dann muß ich erſt fragen, ob Otto es mir erlaubt; Emilie ſagt, ſolche Dinge müßte er mir erlauben. Müßte? fragte Schlöſſer verwundert. Ich ſoll mich nicht wie ein Kind haben, klagte Eliſabeth, in Glaubensſachen dürfte ich mich nicht beirren laſſen, der Herr Chriſtus müßte immer der erſte Herr in meinem Leben ſein. Das ſoll er auch, entgegnete Schlöſſer ruhig, aber der Herr Chriſtus hat nicht befohlen, daß eine Frau gegen den Willen ihres Mannes an einem Miſſionsverein Theil nimmt; er ſagt: Gehorſam iſt beſſer denn Opfer, und ich werde in Ihrer Traurede Ihnen ſehr einprägen:Und er ſoll Dein Herr ſein, ſetzte er lächelnd hinzu. Fliſabeth ſah ihn mit ihren großen Augen freudig an. Ich werde Otto auch immer erſt fragen, fragte ſie, und wenn ich es ſehr wünſche, wird er mir ſpäter ſolche Sachen auch erlauben. Ja, fangen Sie nur Ihren jungen Haushalt in aller Stille mit dem Herrn an, ſagte Schlöſſer, leben Sie ſich erſt mit Ihren Leuten, mit den nächſten Umgebungen im Sinne des Herrn ein, dannn iſt ihm auch gedient. Wenn ich das nur erſt kann, unterbrach ihn Eliſabeth bedenklich. Ohne den Herrn ſind wir ſchwach und mit dem Herrn ſind wir ſtark, war Schlöſſers freundliche Antwort. Eliſabeth nickte ebenſo freundlich. Schlöſſer war der