Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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trage, Schlöſſer an ſein Verſprechen wegen der Traurede zu erinnern. Den Auftrag wollte ſie gern ausrichten, ſie hatte Schlöſſern herzlich lieb. Als ſie ankamen, waren alle Mitglieder ſchon verſammelt, nur Emilie fehlte, ſie war noch in einem Verein. Wird es denn mit dieſen chriſt⸗ lichen Vereinen nicht gar zu viel jetzt? fragte der General kopfſchüttelnd. Es hat ſich in der letzten Zeit für Emilien die Arbeit ſehr gehäuft, entgegnete ſeine Frau. Ja, das iſt, weil wir ohne Ihr Töchterlein nicht recht beſtehen kön⸗ nen, begann Frau von Warmholz; ſie iſt die Seele von Allem, unermüdlich in der Arbeit und ſo umſichtig und praktiſch, jede Sache greift ſie bei dem rechten Ende an. Noch eine Haupteigenſchaft, begann Klärchen, ſie weiß hübſch Ordnung zu halten und den unendlich verſchiedenen Anſichten der vielen Damen die Spitze zu bieten. Herrlich, herrlich kann ſie das, lachte Frau von Warmholz. Liebſte Freundin, wandte ſie ſich zur Generalin, Sie hätten Ihr Töchterlein am vergangenen Freitag ſehen ſollen, wie ſie ſich mit der kleinen Vorſteherin, mit der Frau M. zankte. Sie hatte aber natürlich Recht, wir waren alle auf ihrer Seite, Frau M.. mußte nachgeben. Ja, ſagte Eliſe freundlich, ſie iſt recht dazu geſchaffen, ſolchen Sachen vor⸗ zuſtehen. Die Generalin ſchwieg, und Schlöſſer ſchwieg, Frau von Warmholz nur ergoß ſich wieder in Lob und Bewunderung Emiliens.

Eliſabeth hatte dem Geſpräche aufmerkſam zugehört und wandte ſich jetzt zu Schlöſſer, von dem ſie übrigens das Verſprechen der Traurede ſchon erhalten hatte: Emilie

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