Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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in dem gläubigen Kinderkreiſe, von dem ſeine Eliſabeth ihm das lieblichſte Kind war, hatte ihn neue Blicke thun laſſen in die geheimnißvolle Welt dort über ſich. Die Fäden, die da von oben herab jetzt wieder ſeine Seele umfaßten, hätte er umklammern mögen, um ſich nie wieder abgeriſſen, zweifelnd und ohne Halt zu fühlen.

Er begleitete Eliſabeth nach Hauſe und ging dann noch allein, Schlöſſer einen Beſuch zu machen. Er wurde freundlich begrüßt, aber beide Männer ſtanden ſich doch verlegen gegenüber, weil die Freundſchaft ihrer Herzen noch zu zart war und ſich nicht herauswagte an das Tageslicht. Ich ſtöre Sie gewiß, ſagte Herr von Kadden beſcheiden, Sie haben Wichtigeres zu thun. Aber nichts Lieberes, ſiel Schlöſſer mit Wärme ein. Ehe ich abreiſe, muß ich Ihnen eine Bitte mittheilen, begann Kadden. Schlöſſer ſah ihn fragend an. Sie müſſen Oſtern meine Traurede übernehmen, fuhr Kadden dringend fort. Ich? fragte Schlöſſer verwundert. Ich würde es Ihnen gewiß nicht recht machen, fügte er lächelnd hinzu. Trauen Sie mir nur das Beſte zu, ſagte der Vittſteller wieder, ich möchte ja gern mit Allem, was ſie zu ſagen haben, einverſtanden ſein. Schlöſſer verſicherte lächelnd, daß er ihm wirklich das Beſte zutraue und ſich die Sache überlegen wolle.

Es thut mir leid, daß ich nicht öfter mit Ihnen ſein kann, begann Herr von Kadden darauf wieder etwas zaghaft. Schlöſſer reichte ihm die Hand und ſagte: Ganz im Ver⸗ trauen will ich Ihnen ſagen, daß ich wahrſcheinlich Paſtor

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