Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Brautpaar ſtand Arm in Arm vor der Mutter, als ſie ſagte: Ihr beide werdet das auch nöthig haben.— Das werden wir auch; aber um uns ſorge Dich nicht, verſicherte der Bräutigam warm, wir wollen unſere Sache ſchon gut machen.— Mit Gottes Hülfe, fügte ſie freundlich hinzu, und das Brautpaar nickte einverſtanden.

Am Tage nach Neujahr machte Herr von Kadden noch einige Abſchiedsbeſuche, Eliſabeth war mit ihm. Nachdem ſie bei Frau von Warmholz geweſen waren, gingen ſie zu der alten Tante, der Hundefreundin. Eliſabeth hatte dieſe Bekanntſchaft gleich nach ihrer Verlobung gemacht, hatte auch ihre Beſuche, die ſie als Richte zu machen hatte, pflichtmäßigſt fortgeſetzt. Die alte Dame war ſehr erfreut darüber, ja verſicherte einmal ernſthaft, daß ſie ſchwanke, ob die holde Richte ihr nicht lieber ſei als die geliebte Diane.

Als das Brautpaar zurück durch die winterlichen düſtern Straßen ging, erinnerten ſie ſich beide des ähnlichen Tages, wo ſie ſich hier ſo unerwartet begegneten. Eliſa⸗ beth erzählte ihm, daß ſie gefürchtet hätte, er möchte die Nacht verunglücken, und welche Beſorgniſſe ſie wegen ſeines Glaubens hatte. Sie erzählte es ſo vertrauend und freudig, daß es ihm der beſte Beweis war, ſie ſei jetzt ſicher über ſeinen Glauben, ſie ſei ſicher, daß er ſeinen öden Gewiſſens⸗ Himmel mit einem Himmel voll Gnade und Liebe ver⸗ tauſcht hatte; das that ihm ſehr wohl und er dankte es ihr mit liebreichem Blick. Das ſchöne Weihnachtsfeſt, wel⸗ ches er jum erſtenmal in einer Familie verlebt, beſonders