Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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mit dem Bräutigam zu beſprechen, war einmal nicht ein⸗ geführt. Er war es nie gewohnt, dachte ſie, und wenn man nicht gewohnt iſt, ſo etwas auszuſprechen, ſo iſt es ſchwer; man behält es lieber für ſich. Seine Briefe waren aber ſo zart und ſchön, ſo ernſt und männlich, daß neben der Liebe ſich ein Gefühl des Reſpektes immer mehr geltend

machte.— Sie las zwiſchen den Zeilen alles, was er in ernſten, bewegten Augenblicken ausgeſprochen, wieder heraus.— Eben ſo war es mit ihren Briefen: wenn ſie

auch nie über religiöſe Gefühle ſprach, ſo waren ſie doch durchweht von dem Geiſte, den ſie ſich wenigſtens ſehnte zum Führer zu haben, und die liebliche kindliche Welt, die ſie ihm ſo ganz ohne Rückhalt erſchloß, bewegte ſein Herz mehr, als es ſein Verſtand zugeben wollte.