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jüngeren Bruders. Ein Wort gab nun wirklich das an⸗ dere, und die Anfrage um Mariechens Hand ward gemacht ohne große Schwierigkeit. Der Onkel war ſehr erſtaunt,
ja er wollte dem jungen Freunde vorreden, das Mädchen paſſe nicht für ihn, er ſei zu nachgebend; aber der junge Freund war geſcheit genug; er ließ den alten Herrn erſt reden, machte dann ſeine Entgegnungen, und der Schluß der Unterredung war des Onkels Verſicherung: das Mäd⸗ chen gäbe er doch Niemanden lieber als ihm. Als der
glückliche Bewerber, um die Sache ſo weit als möglich zu
bringen, erwähnte, Mariechen müßte doch gefragt werden,— fuhr der alte Herr wieder ärgerlich auf: in ſeinem Hauſe ſolle die verderbliche Mode, daß ein Mädchen gefragt würde, nicht aufkommen; ſo Jemand gefragt werde, ſo habe er auch das Recht zu antworten, Marie aber ſolle auf der Stelle wiſſen, was zu ihrem Glück beſchloſſen ſei.
Tante und Nichte wurden gerufen, der alte Herr be⸗ gann ſeine Rede, die aber nicht recht fließen wollte, ja als er das Mädchen vor ſich ſah, ward es ihm bedenklich, ob ſie ſich ihr Glück von ihm anbefehlen laſſen würde. Er athmete tief auf und es fiel ihm ein Stein von der Bruſt, als der Fritz dem Mädchen freundlich die Hand gab und ſie ihn ſo beſcheiden und glücklich anſah. Tante und Nichte wurden nach einigen gegenſeitigen feierlichen Redensarten wieder entlaſſen, und der arme Bräutigam mußte auf dem Kanapee ſitzen bleiben, um eine Geſchäftsfrage anzuhören, bei der die Frauenzimmer überflüſſig waren. Endlich fiel dem


