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alten Herrn die Pfeife aus der Hand, und er ſaß nach lie⸗ ber Gewohnheit ſchlummernd neben dem ungeduldigen Gaſte. Dieſer verließ jetzt ſchnell genug das Zimmer, der helle Mondenſchein leuchtete ihm die Treppe hinauf über den gro⸗ ßen Saal nach dem wohlbekannten Rückzugs⸗Stübchen der guten Tante. Die Thür war nur angelehnt, er hörte flü⸗ ſtern, noch einmal ſtand er nachdenklich vor der erſehnten Minute ſeines Glückes und vor den Pflichten und Würden ſeines neuen Amtes. Ja du willſt rechtſchaffen ſein, dachte er bewegt und willſt ſie ſehr glücklich machen, willſt ſie auf Händen tragen und es nicht immer zu genau nehmen mit der Hoheit; es ſind Frauen zarte Weſen, ſie ſind ſchwach, und unſere Kraft beſteht darin, daß wir nicht auch ſchwach ſind. Er trat leiſe ein, Tante und Richte knieten auf dem Tritt im Fenſter, und der Mondenſchein lag lieblich auf den beiden Geſtalten. Darf ich kommen? fragte er leiſe. Er kniete neben ſie, und die mütterliche Frau legte die Hände der jungen Leute in einander und ſagte: Ja, ſo ſollt Ihr Euren Brautſtand anfangen mit gefalteten Händen und den Blick da hinauf; der Herr führe Euch, Er ſei Euer beſtes Theil. Wenn Euch das wunderbar klingt, glaubt es nur erſt, Ihr werdet es dann erfahren. O nein, es klang ihnen nicht wunderbar, Marie hatte trotz ihrer fröhlichen Natur und ih⸗ res ſcheinbar leichten Sinnes eine warme Liebe zum Herrn wohl verborgen in ihrem Herzen, und was war es denn, was den jungen Mann ſeit lange zu der ſtill würdigen Frau in der Oberförſterei und zu ihrem Zögling hinzog?


