Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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2. Wie der Großvater ein Bräutigam ward.

Uoch an demſelben Abend, es war im Monat Au⸗ guſt, ſaß Fritz von Budmar mit Charlottchen und der ge⸗ ſcheiten Frau von Lindeman in der Gartenlaube und theilte den beiden Damen die Geſinnungen des Bruders mit. Fritz hatte ſich nicht getäuſcht, Charlottchen war augenblicklich be⸗ reit ihre Anſprüche aufzugeben. Sie verſicherte, ſie habe das kommen ſehen, ſie erzählte von allerhand Ahnungen und ſelt⸗ ſamen Zeichen, und tröſtete ſelbſt die Mutter, die ihre Kla⸗ gen und Seufzer nicht ganz zurückhalten konnte. Auf dieſe Klagen war Fritz vorbereitet, er verſicherte, die beiden Da⸗ men würden immer als zu ihrer Familie gehörig betrachtet werden, die Hochachtung des Bruders für Frau von Linde⸗ man ſei unbeſchreiblich, und derſelbe hoffe, die Zeit würde die Vorgänge der letzten Wochen verwiſchen und er dürfe als guter Nachbar wieder in der Gartenlaube vorſprechen und in einem vernünftigen Geſpräche mit den Damen ſein Vergnügen finden. Es ſollte ſich von ſelbſt verſtehen, daß der Nachbar für den kleinen Haushalt der Damen zu ſor⸗ gen habe, ja nach dem Tode der Mutter wollten beide Brü⸗ der für Charlottchen als für eine Schweſter ſorgen. Char⸗ lottchen vergoß ſanfte Thränen der Rührung bei dieſen Wor⸗ ten, und Frau von Lindeman verſicherte: Ja der Karl, er iſt wunderlich und ſeltſam, aber er iſt ein braver und