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glücklicher und liebenswürdiger Ehemann ſein. Du mußt Dir das nicht zu ſchwer denken, unterbrach ihn der Bru⸗ der. Und Du mufßt erſt Deine Erfahrungen machen, fuhr der Bräutigam eifrig fort, meine Schwiegermutter z. B. ſagt:„Wir Frauenzimmer ſind zartbeſaitete Seelen, nichts thut uns wohler, als wenn der Freund unſerer Seele auf⸗ merkſam, rückſichtsvoll, zartfühlend gegen uns iſt; iſt er das nicht, ſo verkümmert unſere Liebe und mit der Liebe unſer Leben.“ Nun aber, lieber Fritz, denke Dir lebhaft, ſolch ein Feld von zarten Rückſichten, die meiſtens ſo zart ſind, daß man gar nichts davon ahndet, ja deren Verſtoß wir nur merken an den verkümmerten Blicken der zartbe⸗ ſaiteten Seele, die neben Dir wandelt,— ich begreife nicht, daß die Menſchen einen glücklichen, liebenswürdigen Ehemann nicht als das größte Wunder anſtaunen. Du betrachteſt die Sache von einem rein egviſtiſchen Stand⸗ punkt, nahm Fritz das Wort, die Lebensaufgabe von uns Männern iſt, die zartbeſaiteten Seelen, wie Du ſie nennſt, — oder wie wir Herren der Schöpfung ſagen, das ſchwache Geſchlecht,— glücklich zu machen, wenn das auch nicht immer leicht iſt, ſo iſt und bleibt es unſer Beruf, unſere Lebensaufgabe, die Ehe ſoll eben eine Prüfungsſchule des Lebens für uns werden.— Karl hatte dem Bruder ver⸗ wundert zugehört. Richtig!— nahm er jetzt ſchnell das Wort, Du nennſt die Ehe eine Prüfungs⸗ oder Leidens⸗ ſchule, damit bin ich einverſtanden; ich ſehe aber nicht ein, warum ich mich ohne Noth hineinbegeben ſoll. Du ſiehſt
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