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Mama von ihrem lieben Mann ſelig, wie er auch ſo gern fingen hörte, und wie ſie ein Herz und eine Seele waren, und wie er überhaupt eine zarte, feine Seele war. Ich war ſehr froh, als ich wieder zu Hauſe war.— Lieber Bruder Fritz, ſetzte er nach einer Pauſe hinzu, liebſt Du Mondenſcheinlieder? Warum nicht, entgegnete Fritz lä⸗ chelnd; wenn Du ſie aber nicht liebſt, ſo ſage das Char⸗ lottchen, und ich bin überzeugt, ſie wird aus Güte und Gefälligkeit zu Dir in Deiner Gegenwart nie ſingen. Ja, ſie iſt ſehr gütig und ſehr freundlich, ſagte der Bräu⸗ tigam nachdenklich. Du hätteſt kein paſſenderes Mädchen auf der ganzen Welt wählen können, verſicherte der Bru⸗ der. Sie iſt auch ſehr verſtändig, fuhr der Bräutigam fort.— Und ſehr hübſch, fügte der Bruder wieder hinzu. Ich bin überzeugt, ſie muß einen jeden andern Mann glücklich machen, nahm Karl jetzt feierlich das Wort. Lie⸗ ber Fritz, die Menſchen ſind ſehr verſchieden in der Welt, — Du liebſt die Mondenſcheinlieder— Du darſſt mich nicht mißverſtehen, unterbrach Fritz ihn ſchnell, ich habe Charlottchen lieb, ich wünſche, daß ſie Deine Frau wird, aber weiter reicht meine Liebe nicht.— Alſo weiter nicht? — ſeufzte der Bruder, dann weiß ich nicht, was aus dem armen Mädchen werden ſoll, es fällt ſchwer, ſo Jemandes Hoffnungen zu täuſchen und doch kann ich nicht anders, ich bin keine feine, zarte Seele und kann kein Charlott⸗ chen glücklich machen, mit dem beſten Willen nicht, und das iſt ärgerlich. Wenn ich heirathe, will ich auch ein


