Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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lich, Du glaubſt das nicht. Die Verdoppelung des Wer⸗ thes habe ich noch nicht vollſtändig begriffen, entgegnete der Bruder, und Du ſiehſt, daß Charlottchen und die Schwie⸗ germama vortreffliche Damen ſind und weit mehr prak⸗ tiſchen Verſtand haben als ich. Aber Du wollteſt noch etwas anderes erzählen. Ja, nahm Karl wieder ſeufzend das Wort, nun denke Dir, nach dieſer vernünſtigen Unter⸗ haltung, wobei Charlottchen Filet machte und ich ihr im⸗ mer den Zwirn auf die Nadeln wickelte, denn wie geſagt, wenn mir irgend wie eine beſtimmte Pflicht obliegt, die verſäume ich nie, nach dieſer Unterhaltung trat die Däm⸗ merung ein, die Mama ging in die Küche, Charlottchen legte die Arbeit fort, wir traten unillrlich an das Fen⸗ ſter, weil der Mond ſchien. Da legt Charlottchen ihren Kopf an meine Schulter und flüſtert? O, Karl, ſieh, wie golden der Mond über den grünen Baumgipfeln aufſteigt! Jetzt, Fritz, denke Dir meine Lage. Mir fiel nicht ein ſterbendes Wörtchen ein, was auf den goldnen Mond paßte, ich ſah ſchweigend den unglücklichen goldnen Mond an und überlegte mir, wann dieſer penible Zuſtand ein Ende nehmen würde und tröſtete mich damit: daß er je⸗ denfalls ein Ende nehmen müſſe. Da ſtand plötzlich die Mama an meiner andern Seite, beide Damen mißverſtan⸗ den mein Schweigen und meine Stimmung völlig, ſie ſtimmten an:Guter Mond, du gehſt ſo ſtille in den Abendwolken hin. Ich habe das ganze Lied mit anhö⸗ ren müſſen, dann ſchwiegen wir alle, und dann ſprach die