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Anſprüche an mich machen. Wenn meine Schwiegermama erzählt von ihrem Mann ſelig, von ſeinen liebenswürdigen Eigenſchaften, von der glücklichen Ehe, die ſie geführt, dann wird mir angſt und bange, denn alle dieſe liebenswürdigen rückſichtvollen Eigenſchaften gehen mir ab, und ich ſehe meine Zukunft deutlich vor Augen, ich werde mich fort⸗ während in einer entſetzlichen Spannung befinden, um nur herauszuſtudieren, wie ein glücklicher Ehemann ſich betra⸗ gen muß, und das halten meine Nerven nicht aus. Du willſt aber Charlottchen und nicht ihre Mutter heirathen, nahm der Bruder wieder das Wort, und Charlottchen iſt
das anſpruchloſeſte, einfachſte Mädchen, was ich kenne. Ja,
ja, unterbrach ihn Karl, das weiß ich, aber ich verſtehe nicht mit Frauenzimmern umzugehen, und— Fritz, ſetzte er kopfſchüttelnd hinzu, Du mußt zugeben, es iſt doch ein wunderliches Volk. Fritz ſah ſehr ſpaßhaft aus, aber er nahm ſich zuſammen und fragte ernſthaft: Wie meinſt Du das? Zum Beiſpiel, begann der Gefragte eifrig, geſtern war ich den ganzen Nachmittag drüben, wir haben uns wohl zwei Stunden ſchön unterhalten, ich habe erzählt, ſie haben zugehört, wie es ſich gehört. Die Frauenzimmer begriffen vollſtändig, daß ich mein Gut in kurzer Zeit auf doppelten Werth bringen muß, erſtens wenn wir die Brache ganz und gar abſchaffen und durch Anbau von Futter⸗ kräutern dem Futtermangel abhelfen, und zweitens was die natürliche Folge davon iſt, die Stallfütterung einführen.
Fritz, Du lächelſt,— unterbrach ſich der Redende ärger⸗ 1*


