W bot Koiſer Rudolphs. Die Anklage gieng von dem Biſchof A bert zu Halberſtadt an die vereinigte Hanſa, und ehe noch ein Jahr verlief, war der Handel geſchlichtet, und Graf Albrecht von Reinſtein des Todes ſchuldig er⸗ kannt. Das vernahm der Wildgraf mit dem Lächeln des hoͤhniſchen Satyr. Es klang ihm das Urtheil faſt, als hätte ſein Herz gezit⸗ tert vor ploͤtzlichem Tode, oder ſein Fuß die Nähe des gefuͤrchteten Gaſts gemieden. Er ſah in Frieden dem Tage entgegen, der ſei⸗ nem Leben ein Ziel ſetzen ſollte, und aͤnderte weder Miene noch Sprache.
Zornig aber erhob ſich Bernhard von der zottigen Bärenhaut. Länger konnte er des Bruders Ungemach nicht ertragen und über die Schmach des Urtheils ergrimmt ſchwur er im Angeſichte des Sternwohners auf der höch⸗ ſten Felſenſpitze von Reinſtein, unterzügehen mit Mann und Maus, oder den härrenden Albrecht zu befreien. Hier hatten ſeine Ur⸗ ahnen bei Wodans mächtigeim Götzen geſchwo⸗


