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Wundervolle Sagen und abentheuerliche Geschichten aus alter Zeit / von Fr.G. Nagel
Entstehung
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22 W* Träume von Peru's Schätzen vor ſeiner Seele, mit welchen der Juͤngling ſich Abends in Schlum⸗ mer wiegte, und Morgens erwachte. Der lei⸗ dige Geiz hielt ſein ſonſt biederes Herz um⸗ ſtrickt, und laͤhmte die Kraft ſeines Edelmuths. Aber Golderich hatte noch einen Fehler; er war etwas langſam zur Arbeit, und hatte einen ganzen Tag laäͤnger zugebracht auf der Reiſe, als der raſchere Friedemund. Der Weg duͤnkte ihn gar lang; mit einemmale gedachte er an die Sehnſucht ſeines Herzens nach Silber und Gold zu beſchwichtigen, und die beſchwerliche Reiſe zu Fuß auf immer zu enden.

Ein ſicheres Eſelein hätte ich zu wuͤnſchen, erwiederte Golderich dem Gnomen, welches Di⸗ ſteln füßt u und Dukaten ſpendet.

Schon gut, mein Sohn, verſetzte der Berg⸗ geiſt und ſtieg hinab in den Hintergrund der Höhle. Kaum hatte Golderich dreimal geath⸗ met, ſiehe ſo ſtand das Eſelein ſchnecker und blank, wie ein Aal, vor dem niedrigen Pfort⸗