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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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fen unterbrochenes Geſchrei beherrſchten. Als er ſich dem Ort näherte, wo dieſes greuliche Concert abgebrüllt wurde, glaubte der Künſtler zu errathen, daß die Voll⸗ ſtrecker unter den Fenſtern von Protats Hauſe verſam⸗ melt wären. Beſtürzt und ohne zu begreifen, was vor ſich ging, eilte Lazare auf der Stelle zurück. Im Ver⸗ hältniß, als er näher kam, verdoppelte ſich der Lärm, und nach einem ſtarken Ausbruch allgemeinen Geſchrei's, wo die Stimmen und Inſtrumente zu einem abſichtlichen Mißgetön, wie bei Choriſten, die dahinten geblieben ſind, zuſammenwirkten, ſpieen Zungen eine vereinzelte Beſchimpfung aus.

Es war die Exploſivn der von Herrn Julien Tags zuvor im Weißen Hauſe gelegten Mine. Die drei Bauern, deren er ſich zu Rädelsführern bediente, indem er ihre Habgier reizte, hatten alle ſchlechten Subjekte der Gegend angeworben und unter dem Vorwande der Moral zu Helfershelfern ihres Racheplanes gemacht.

Man brachte Adelinen eine Katzenmuſik. Wie alle Anſtifter, hielt ſich auch Herr Julien im Hintergrund.

Keſſel und Geſchrei, ſo viel ihr wollt, ſagte er, aber keine Gewaltmittel, und haltet euch auf der Straße. Bleiben wir beim Geſetz!

Aber die Bande, durch das geringſchätzige Still⸗ ſchweigen, das im Hauſe des Holzſchuhmachers herrſchte, gereizt, beachtete die klugen Vorſchriften ihres Chefs nicht, und ſchon begannen Steine nach den Scheiben zu fliegen. Mitten unter dieſem Tumult erleuchteten ſich die Fenſter in Protats Zimmer, und eines derſelben öffnete ſich ſogleich. Die Keſſel begannen wieder ihre ſchreckliche Muſik, eine Ladung von Schmähungen be⸗ gleitend. Auf einmal erſchien in dem erleuchteten Theile, und wie in einem lichten Rahmen der Pfarrer von Monkigny, Adeline in den Armen haltend, das Geſicht an ſeine Bruſt gelehnt.

Werft keine Steine mehr, ſagte der Prieſter mit