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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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Ich wußite es, antwortete der Prieſter.Vorhin habe ich von meinem Garten, der auf den Fluß hinaus⸗ geht, das Geſpräch im Waſchhaus gehört.

Bei den erſten Worten der Rechtfertigung, welche Lazare verſucht hatte, fiel ihm aber der Prieſter in die Rede.

Ich habe weder über Sie, noch über das arme Kind zu richten, das ohne Zweifel weint, und das ich eben, als Sie mir begegneten, tröſten wollte, und zum Voraus vor dem Richterſtuhl der Buße von Sünde losſprechen werde. Ihre Gegenwart in dieſem Hauſe hat die Trauer darüber gebracht; aber Sie ſind dem Unglück fremd, das Sie angerichtet haben: die, welche darunter leiden, haben Ihnen keinen Vorwurf zu machen, und Sie ſelbſt können dieſelben nur beklagen.

Dieſe Wiederholung der Worte von Adelinens Va⸗ ter, die er im Munde des Abbs wieder fand, fiel dem Künſtler auf.

Wie! ſagte erich habe das Herz eines Vaters gefragt, ich habe das Herz eines Prieſters befragt, und der eine weiß in ſeinem Schmerz, der andere in ſeiner Menſchenliebe für mich keinen andern Rath, als ein Beklagen, dieſen fruchtloſen Wunſch des Egoismus. Hinter mir laſſe ich ein aus Liebe zu mir zu Grunde gerichtetes Kind. Alle beide kennen dieſe Liebe. Pro⸗ tat hat ſie errathen, deſſen bin ich gewiß; der Geiſtliche iſt als Beichtvater davon unterrichtet, ich fühle es, und alle beide ſagen mir: Reiſen Sie ab! Aber, mein Herr, rief Lazare,reiſen! vergeſſen machen! das iſt bald geſagt. Werde ich dieſes arme, verleumdete Mäd⸗ chen vergeſſen, das von einer Gefahr, die ich inſtinkt⸗ artig um ſie ſich erheben fühle, bedroht iſt? Soll ich Adeline verlaſſen, deren Name in dieſer Stunde, ver⸗ bunden nit einer Beſchimpfung, von einem Mund zum andern geht, wenn meinetwegen dieſe Beſchimpfüngen ſich wiederholen, wenn meinetwegen dieſe Gefahr ſie be⸗