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oder die, welche das Opfer wird, zu beklagen, wenn ſie rechtſchaffen ſind, wie Sie.“
„Scherzen oder klagen, iſt dieß alles, was Sie meinen, daß hier zu thun ſei?“ ſagte Lazare.
Protat ließ ſich nicht in den Gedankengang ein, den dieſe Antwort ihm zu eröffnen ſchien, und drang von Neuem in Lazare, Montigny zu verlaſſen. Sein Wort ſelbſt war wohl eine Bitte; aber der gebieteriſche Ton, der daſſelbe begleitete, machte es, ſo zu ſagen, zu einem Befehl. Lazare blieb einen Augenblick unent⸗ ſchloſſen, ſah Madelon, welche die Hände erhob, und Adelinens Vater, welcher, in ſeine verzweifeite Unbe⸗ weglichkeit zurückgefallen, damit auszudrücken ſchien, daß er ſein letztes Wort geſprochen. Der Künſtler ent⸗ fernte ſich ungeſtüm.
Als er, dem Laufe des Loing folgend, nach dem Weißen Hauſe zurückkehrte, begegnete er vor der Pfarr⸗ wohnung dem Geiſtlichen von Montigny, der ſeine
Gartenthüre ſchloß. Lazare hatte oft den Prieſter im
Hauſe ſeines Wirths zu ſehen Gelegenheit gehabt. Im Vorbeigehen grüßte der Künſtler den Pfarrer, aber er bemerkte, daß der Abbé mit ſtreng bemeſſener Höflich⸗ keit ſeinen Gruß erwiederte. Dieſe Steifheit gehörte nicht zu den Gewohnheiten des Abbé's, der niemals einem kurzen Geſpräch auswich; und als ob es ſchiene, er bereue ſeine Zurückhaltung, machte der Prieſter eine Bewegung, um ſich dem Künſtler zu nähern. Lazare ſchien ſeine Gedanken zu errathen und trat nun auf ihn zu.
„Herr Abbé,“ ſagte er achtungsvoll zu ihm,„ich habe mit Ihnen zu ſprechen.“
„Und ich auch, mein Herr,“ antwortete der Prie⸗ ſter, wie ein Echo. Dann öffnete er ſeine Gartenthüre wieder und ließ Lazare hinter ſich eintreten. Ohne lange Vorrede erzählte der Künſtler ihm Alles, was im Hauſe am Waſſer vorgefallen war.
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