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er an dem Fuß des Mädchens einen kleinen Kreuzſchnitt. In demſelben Angenblick, da das Blut hervorkam, goß Cecile das Laugenſalz aus, das Lazare in die Wunde zu bringen bemüht war. Der kalte Stahl und der Schmerz, welchen ihr der Einſchnitt verurſacht hatte, brachten Adeline wieder zur Beſinnung.
„Du biſt gerettet!“ rief ihr Cecile zu.
Adeline, ganz zum Bewußtſein ihrer Lage gekom⸗ men, blickte zuerſt auf den Künſtler, der damit beſchäf⸗ tigt war, ihr ſein Taſchentuch um den Fuß zu binden.
Inzwiſchen, da dieß alles in weniger als drei Minuten geſchehen, war der Kuhhirte, der das Geſchrei gehört hatte, von der Schlafſtätte herbeigekommen.
Der Künſtler erzählte ihm den Vorfall. Der Hirte billigte die genommenen Maßregeln und ſetzte hinzu: man muß nur das Fräulein ſchnell heimführen und ſie mit glühendem Eiſen brennen; aber,“ fuhr er fort, „Sie haben die Viper getodtet, ſchenken Sie mir die⸗ ſelbe; ich ſage dem Adjunkten(Amtsgehülfen), ich habe ſie umgebracht, und er gibt mir fünf Sou.“
Lazare zeigte ihm die Schlange, die er zertreten hatte. „Ach ja! es iſt ein Unglück,“ ſagte der Hirte, das Thier unterſuchend, daß es keins Viper iſt.
„Es iſt eine Natter!“ rief Lazare erfreut.
„Wenn es nur eine Natter wäre, die gälte zwei Son,“ ſagte der Hirte, den Kopf ſchüttelnd.
„Was iſt es denn?“ fragte Cecile.
„Das iſt nur eine Blindſchleiche; ein ſolches Thier iſt nichts werth.“
„Es iſt alſo giftig?“
„Ach nein! mein Herr; auch zahlt die Mairie nichts dafür, daß man ſie umbringt.“
Ein Freudenlächeln lief zu gleicher Zeit über Ade⸗ linens, Lazares und Ceciles Lippen. „Wie haben Sie aber denn nicht geſehen,edaß dieß


