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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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Verlieren wir weder Kopf noch Zeit, ſagte La⸗ zare, der ruhig war, aber blaß wie ſein Hemde; zog dann ein Feldmeſſer, an dem eine kleine Scheere ſich befand, aus der Taſche und reichte ſie Cecile, die ihrer Freundin ein flüchtiges Salz vor die Raſe hielt.

Laſſen Sie dieſelbe in Ohnmacht, fuhr der Künſt⸗ ler fort;das iſt beſſer für die Operation, die ich vorhabe. Nehmen Sie meine Scheere und ſchneiden Sie den Strumpf auf. Ich will das Thier unterſu⸗ chen. Ich weiß nicht, ob es wirklich eine Viper iſt, oder ſonſt eine Schlange, ſagte der Künſtler, ſich mit dem Kopfe bückend.

Aber Adeline iſt geſtochen! ſehen Sie... ſagte Cecile, am Fnße ihrer Freundin einen kleinen, rothen Punkt zeigend, an dem ein Blutstropfen hing.

So will ich denn Vorſichtsmaßregeln treffen, er⸗ wiederte Lazare, ein kleines Fläſchchen aus der Taſche ziehend, das er Cecile übergab.Wenn ich Ihnen ſage: gießen Sie aus, ſo werden Sie das auf die

Wunde, welche ich machen will, laufen laſſen. Es iſt

Alkali(Langenſalz). Wir haben immer bei uns, wenn wir den Wald gehen, und Sie ſehen, wie gut es iſt.

Und Lazare kniete neben Adeline nieder, hielt ihr das Bein mit der einen Hand, während er mit der andern die Klinge an ſeinem Meſſer aufmachte.

Sie zaudern, ſagte Cecile, neben ihm kniend, mit dem Fläſchchen in der Hand.

Ja, ich zaudere, ihr wehe zu thun.

Aber auf einmal zog ſich das Geſicht Adelinens, die bisher unbeweglich geweſen war, etwas zuſammen, und Lazare glaubte zu bemerken, daß ihre Bläſſe zu⸗ nahm.

Ha, rief er,das Gift!.

Und mit zwei Bewegungen ſeines Meſſers machte