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„Zephyr,“ rief ihm Lazare zu,„ſteig ein wenig da hinab, meine Sachen zu richten, und pack Dich nach Montigny, wir werden Dich ſchon einholen.“
„Aber,“ antwortete der Lehrling, ich brauche mich nicht zu beladen, weil Eſel da ſind, die auf uns warten.“
„Dann,„erwiederte der Künſtler,„packe die Eſel und bringe ſie nach der Schlafſtätte, wo wir wieder zu Dir ſtoßen werden.“ 6
Zephyr ſtieg, ſichtbar mit Widerſtreben, in die 3 Schlucht hinunter. Lazare ſtellte ſich aber, als dächte er gar an nicht Adeline, die allein geblieben war, und ſetzte, ohne auf ſie zu warten, ſeinen Weg mit Cecile fort, etwas verlegen über die emſigen Beweiſe des Ent⸗ gegenkommens von Seiten ſeiner Begleiterin.
Derſelbe Unfall, der Adelinen eben begegnet war, erneuerte ſich bei Cecile. Sie ſtieß auf Fichtennadeln, welche das Fallen auf dieſen Wegen ſo häufig machen, und ſie war ſchon halb zur Erde geneigt, als Lazare, der dießmal Zephyr nachahmte, ſie heftig in ſeine Arme faßte und in der Bewegung, die er, um wieder ins BGleichgewicht zu kommen, machte, ſie vielleicht etwas enger an ſich drückte, als nöthig war. Cecile erröthete, bei Lazare wäre es wohl auch dazu gekommen, als zu gleicher Zeit Adeline herbeikam, ganz blaß und ſo zitternd, daß ſie ſich einen Augenblick an einen Felſen lehnen mußte.
„Ihr laßt mich ganz allein,“ ſagte ſie, mit einem Lächeln gegen die beiden jungen Leute, das ganz wie ein Vorwurf ausſah.
„Ich glaubte, Sie hätten Zephyr in die Schlucht begleitet,“ antwortete Lazare kalt.
„Sie haben mir nichts davon geſagt,“ flüſterte Adeline ſanft.
Lazare wurde gerührt; er ließ Ceciles Arm ſoh ren, die ihm mit einem Nicken des Kopfes zu gleicher K


