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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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worden, wie Giotto ein Maler, und mich hat der Zu⸗ fall zu ſeinem Cimabue gemacht.

Dieſe Apologie des Lehrlings war inmitten einer Gruppe gemacht worden, die aus allen in der Um⸗ gegend zerſtrenten Künſtlern beſtand, die ſich den bei⸗ den Nachbarn Lazare's, ihren Freunden, genähert hatten, um damit Gelegenheit zu finden, auch den Damen nahe zu kommen. Unter den Neuangekommenen fanden ſich zwei oder drei, welche in Fontainebleau Arbeiten des Künſtlers gekauft hatten. Sie überboten noch das, was Lazare in Bezug auf ſein Talent ge⸗ ſagt hatte. Sie luden Zephyr ein, wenn er in Paris wäre, ſie zu beſuchen. Sie wollten ihn in den Sa⸗ lons vorſtellen und mit der Geſellſchaft in Verkehr brin⸗ gen, durch deren Einfluß der ſchleppende Gang, über dem das Talent oft in der Dunkelheit zurückbleibt, ab⸗ gekürzt wird. Ihre Karten, die ſie Zephyr übergaben, zeigten größtentheils hohe Standesperſonen an.

Danke dieſen Herrn für ihre guten Abſichten, ſagte Lazare zu Zephyr, der bei der Wahrnehmung, daß Marquis und Vicomtes ihm ihre Freundſchaft an⸗ boten, ganz purpurroth geworden war;aber wenn Du in Paris biſt, erinnere Dich daran: es gibt in der Kunſt zwei Dinge die, ſchlecht angewendet, mehr ſcha⸗ den als nützen: das iſt zu viel Glück und zu viel Lob.

Ah! mein Herr, rief einer der jungen Leute mit zweifelndem Tone,wir wollen verſuchen, ihn bekannt zu machen.

Nur nicht zu früh, fuhr Lazare fort;das wäre eine Unklugheit. Ich will dieſen jungen Burſchen gegen die vorzeitigen Verführungen des Modebeifalls ſchützen, eine Krankheit des Talents, welche alle An⸗ fänger bedroht. Wenn er Geduld und Willen hat, wird er es an ſich kommen laſſen, wie es an einen Künſtler kommt, ohne den Andern als eine Curioſität in den Weg zu treten; aber wird er warten können?