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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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beſonders der Lehrling, der ſich für den Heimweg die Geräthſchaften des Malers vom Halſe geſchafft ſah. Man trat nun den Spaziergang an, welchem die Toch⸗ ter des Holzſchuhmachers die gerade Richtung auf das wahre Ziel, das ihr denſelben wünſchenswerth machte, gegeben hatte, und ſo gelangten die zwei Perſonen zu dem Teich, wo Zephyr die ländlichen Reitthiere, mit denen man ſich nicht in die Tiefen der Wolfsſchlucht wagen konnte, an einen Baum anband.

Als Lazare Adeline und ihre Freundin erkannte,

erhob er ſich und empfing die beiden jungen Frauen mit einer gleich förmlichen Höflichkeit. Was ſeine Nach⸗ barn betrifft, ſo hatten dieſelben alsbald ihre Feld⸗ ſtühle angeboten, damit die Damen Platz nehmen könn⸗ ten, und erſchöpften nun das Wörterbuch ihrer Compli⸗ mente Lazare's Collegen ſchienen ſeitdem eine bis jetzt anonym gebliebene Achtung gegen ihn äußerlich zu be⸗ zeigen, und der eine von ihnen machte ihm nun ganz laut die lebhafteſten Lobeserhebungen wegen ſeiner Studienzeichnung. Um dieſe Beifallsbezeugungen küm⸗ merte ſich Lazare wenig; als aber ſein College ſie im Geſpräch mit Adeline auf ihn anwandte und jede Phraſe mit einer reſpectvollen Verbeugung unterbrach, empfand er ein Vergnügen dabei, die Tochter des Holzſchuhmachers für ein Fräulein von Welt von Leuten, die dieſer angehörten, genommen zu ſehen. In Bezug auf Zephyr hatten ſich die adeligen Künſtler nicht getäuſcht und ein Lächeln mit einander ausge⸗ tauſcht; ſie hatten ſelbſt einen Scherz verſucht, der von Lazare gehört wurde. Er nahm geſchickt davon Veranlaſſung, den Lehrling als einen Collegen ihnen vorzuſtellen. Mit zwei Worten erzählte er ihnen ſeine Geſchichte.Es iſt ein treuherziger Burſche, welchen die Kunſt in der Einöde gefunden hat; er hat kein Wiſſen und keinen Lehrer! er iſt ein Bildſchnitzler ge⸗