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Julien begegnete, war er einem förmlichen Verhör unterworfen worden. Er hatte unter Anderem dem Schreiber erklärt, daß er mit ſeinem Freund, Herrn Lazare, ſich nach Paris begeben werde. Zephyrs Ein⸗ tritt in das Haus des Holzſchuhmachers war ein wah⸗ rer Theater⸗Conp: die Madelon hatte ihn Herr ge⸗ nannt; Cécile hatte gelacht wie eine Närrin; Adeline nur gelächelt. Die ſchönen Kleider Zephyrs ſchienen übrigens gerade recht zu kommen. Adeline hatte, einer Phantaſie ihrer Freundin zu Gefallen, die Kleider, die ſie einſt im Hauſe von Bellerie getragen, wieder ange⸗ legt, und konnte vom Stiefelchen bis zum Hute in dem hübſchen Aufzuge eines Burgfräuleins die Prüfung weiblicher Kritik herausfordern. Die Rückkehr Zephyrs erfolgte gerade zur Zeit, um der Ungewißheit der bei⸗ den Frauen ein Ende zu machen. Adeline, die wußte, daß Cérile die Waldpartieen in der Nachbarſchaft von Montigny noch nicht kannte, hatte ihr daher vorge⸗ ſchlagen, ihr als Führerin zu dienen; Cécile hatte ſich
die Miene gegeben, als verſtände ſie das wahre Motiv
dieſer feinen Einkleidung nicht. Was Beide in Ver⸗ legenheit ſetzte, war, allein zu gehen.
„Wer weiß,“ ſagte Cécile,„wir begegnen vielleicht Herrn Lazare; er kann uns auf der Rückkehr be⸗ gleiten.“
„Ja,“ ſetzte Adeline erröthend hinzu,„aber um hinzugehen?„. Und dann wiſſen wir nicht, wo La⸗ zare zu finden.“
„Ich weiß wohl, wo er iſt,“ fiel Zephyr ein. Er hat Madelon den Auftrag gegeben, mich nach dem Teich zu ſchicken.“
„Wenn Sie ſo weit gehen,“ ſagte nun ihrerſeits die Magd,„ſo muß man Eſel miethen; Sie können eine gute Strecke machen, ohne müde zu werden, und Ze⸗ phyr wird Sie führen.“
Jedermann war mit dem Vorſchlag einverſtanden,


