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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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ſeine Perſon etwas Ausgeſuchtes anbrächte, was ihm bis jetzt noch nicht eingefallen war. In dem Laden⸗ zimmer eines Trödelkrams ſeine ganze Erſparniß zu⸗ rücklaſſend, wurde er vom Fuß bis zum Kopf mit einem ſtädtiſchen Coſtüme ausſtaffirt, das ihm ſo gut als ſchlecht, eher ſchlecht als gut ſtand. Er hatte ſeibſt Handſchuhe gekauft; aber da es ihm nie gelang, ſeine Hände hineinzubringen, und er doch auf der andern Seite nicht wollte, daß dieſer Beſtandtheil ſeiner Tvilette ver⸗ loren wäre, hatte er die Handſchuhe in ſeine Hutſchnur geſteckt. Er war ohne Zweifel über dieſe improviſirte Eleganz ſelbſt verlegen, aber mehr konnte er noch lächerlich erſcheinen. Kurz, die Leute, die ihn nicht kannten, hätten ſich nicht umgedreht, ihn zu ſehen. Er hatte ſelbſt, als er über die Straßen von Fontaine⸗ bleau ging, einen gewiſſen Verdruß über die Gleich⸗ gültigkeit empfunden; aber die Neugier und Bewun⸗ derung, die er bei der Rückkehr nach Montigny auf ſeinem Gang durch das Dorf erregte, hatten ihn bald getröſtet. An jeder Tyüre hielt man ihn auf.

Iſt es Vater Protat, fragte man ihn,der

Dich ſo kleidet, um Holzſchuhe zu machen?

Ich ganz allein, mit meinem Geld, antwortete Zephyr, nachläſſig den Untertheil ſeiner Hoſe auf⸗ hebend, damit man den rothen Schaft ſeiner lackierten Stiefel ſehen könnte.

Und woher nimmſt Du das Geld? fuhren die Nengierigen fort.

Ah! das iſt ein Geheimniß. Und er ſetzte mit den Augen blinzelnd hinzu:es gibt viel Neues ſeit zwei Tagen!

Jede ſeiner Antworten wurde lang commentirt. Das öffentliche Uebelwollen, das Protats Haus unter die Wachſamkeit einer geſchickt verſteckten Polizei ge⸗ ſtellt hatte, zog aus allen Ereigniſſen, die ihm zur Kunde kamen, ſeine Folgerungen. Als Zephyr Herrn