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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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zu einer Promenabe und ein Vorwand waren, ſich als edelmänniſche Künſtler zu kleiden.

Etwa zwei Stunden hatte Lazare gearbeitet, als er einen ſeiner Nachbarn rufen hörte:Halt, Leute...

Damen! fügte der andere hinzu; unnd raſch fuhr er mit der Hand in ſeine Haarlocken, in den Knoten ſeiner Halsbinde, und ſchüttelte dann mit ſeinem Ta⸗ ſchentuche den Staub ab, der ſeine lackirten Schuhe bedeckte.

Wetten wir, daß ſie Handſchuhe anziehen, mur⸗ melte Lazare, ohne ſich nach der Seite zu wenden, von wo ſeine Nachbarn eben die Ankunft der Damen ſig⸗ naliſirt hatten; darauf erhob er plötzlich den Kopf, als er ſich rufen hörte. Oben an der Schlucht, die ſie herabzuſteigen anfingen, erblickte er zwei Damen, die er anfänglich nicht erkannte, denn ihr Geſicht war durch den Sonnenſchirm verdeckt; aber vor ihnen her und, wie es ſchien, ihnen zum Führer dienend, marſchirte eine kleine Geſtalt, die Zeichen machte und immer rief. Herr Lazare, wir ſind es, ich bin es.

Wahrhaftig! ſagte Lazare, als Zephyr in ſeiner Geſichtsweite war, Du thuſt wohl daran, es zu ſagen, ich hätte es mir nicht einfallen laſſen.

Wirklich war Zephyr ganz unkenntlich, und aus folgendem Grunde geworden. In Aufträgen den Mor⸗ gen nach Fontainebleau geſchickt, hattte er eine Idee ausgeführt, die ſeit geſtern Abend ſein Gehirn durch⸗ kreuzte. Wieder in den Beſitz der achtzig Franks ge⸗ ſetzt, welche der alte Protat, da ihm deren Quelle er⸗ klärt worden war, ihm wieder zugeſtellt, hatte Zephyr das Geld zum Ankauf eines Herren⸗Anzugs ver⸗ wendet. Die ſchlechten Kleider eines Holzſchuhmacher⸗ Lehrlings waren ihm unverträglich mit ſeinem künftigen Berufe vorgekommen. Geſtern aber von Adeline gün⸗ ſtig behandelt, hatte er ſich eingebildet, ſie würde noch mehr auf ihn Acht geben, wenn er in der Sorge für