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grünen Pelzbekleidung beraubt, mit ihrer grauen Farbe und ihren nackten Ecken ſich den Blicken darſtellten, rie⸗ ben die beiden Landſchaftsmaler mit einer Miene der Selbſtzufriedenheit ſich die Hände. Lazare erkundigte ſich bei ihnen nach dem Grund dieſer Handlungsweiſe: man antwortete ihm, es wäre, um den Styl der unter dem Moos verſchwindenden Blöcke beſſer ſchätzen zu können.
„Aber,“ ſagte Lazare ſeinen beiden Nachbarn,„im Augenblick hatten Sie Felſen daneben, jetzt ſind das nichts als Werkſtücke.“
Doch ſeine beiden Nachbarn hatten ſich zu gleicher Zeit, da er das ſeinige begann, an ihr Geſchäft ge⸗ macht. An der plötzlichen Weiſe, mit der er ſeine Skizze ergriff, erkanuten ſeine Collegen ſehr ſchnell, daß er nicht zu ihrer Schule gehörte, und als ſie ihm den Namen ihres Lehrers genannt hatten, konnte Lazare ſich nicht enthalten, auszurufen:„Ihr Lehrer hat doch Talent und ſchafft ſchöne Werke. Wie iſt es möglich?“
Lazare bemerkte, daß er eine Grobheit auf der
Zunge hatte, und bielt zurück. Während der Arbeit
knüpften die beiden Landſchaftsmaler ein Geſpräch über moderne Malerei an. Da ſie mit einer Sicherheit der Ueberzeugung ſprachen, die nur der Unwiſſenheit an⸗ gehört, ſo gab es keine Art von Verachtung, die ſie nicht auf alle die Meiſter häuften, deren Manier von der ihres eigenen abwich.
„Daß es in allen Künſten gleich ſein ſoll!“ mur⸗ melte Lazare.„Glücklicherweiſe iſt die Kunſt groß und dieſe Herren ſind klein.“ Gleichwohl bereute er bald dieſe plötzliche Anwandlung, der er ſich hingegeben, als er aus dem Geſchwätz der beiden Landſchaftsmaler er⸗ kannte, daß er es nicht mit Künſtlern von Profeſſion, ſondern mit Dilettanten zu thun hatte, für welche Studien nach der Natur nichts als eine Gelegenheit


