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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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Adelinens ſanftes Geſicht in den Vordergrund drängte. Als Lazare erwachte, griff ſeine Einbildungskraft gegen ſeinen Willen wieder die Bilder auf, welche im Schlafe ihm zu entſchlüpfen geſchienen hatten. Es war wie ein Buch, das ſich von ſelbſt bei dem Kapitel, wo man aufgehört hatte, wieder öffnete. Einen Augenblick ver⸗ miſchte der Künſtler in dieſer Nacht die Eindrücke des Traumes mit denen der Wirklichkeit. Durch das Krähen eines benachbarten Hahns geſtört, überraſchte er ſich, auf dem Bette ſich aufrichtend, bei den Worten:Ich muß Madelon anbefehlen, den Hühnerſtall gut zu ſchlie⸗ ßen; dieſer verdammte Vogel hindert meine Adeline am Schlafen. Und als er nun merkte, daß er allein in einem Zimmer des Weißen Hauſes war, gerieth er in heftigen Aerger über die Wirthshausbetten, in denen man nicht ſchlafen konnte, und beſonders die Heuſcho⸗ ber, die Einem dumme Träume erregen.

Am andern Morgen ging er, um alle dieſe Ge⸗ danken zu vertreiben, die ihn gegen ſich ſelbſt aufzu⸗ bringen begannen, vom Weißen Hanſe mit der Ab⸗ ſicht weg den ganzen Tag zu arbeiten.

Nach dem Frühſtück machte er ſich auf den Weg in den Wald, etwas behindert dadurch, daß man Ze⸗ phyr mit einem Auftrag nach Fontatneblean geſchickt hatte, wodurch er in die Nothwendigkeit verſetzt wurde, ſeine Geräthſchaften ſelbſt zu tragen.Schicken Sie wenigſtens, wenn er nach Hauſe kommt, ihn zu mir: ich werde den ganzen Tag am Feenteich oder in deſſen Umgebung ſein.

So lange das Frühſtück dauerte, hatte Lazare be⸗ merkt, daß Frau von Livry ernſthaft, Adeline nachdenk⸗ lich blieb und Vater Protat weder noch trank, noch ſonſt nach ſeiner Gewohnheit redete. Im Augenblick, da er über die Thürſchwelle hinauswollte, fand er ſich Adelinen gegenüber. Da er während der Mahlzeit we⸗