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müßte, verwiſchen. Dieß war alles, was ſie ihm zu einer Stunde bewilligte, wo der Lehrling noch durch den Händedruck Adelinens ſich ſo ſehr aufgeregt fühlte. Man weiß, welche Unruhe noch den Tag zuvor Protats Tochter die Beſorgniß verurſachte, der Künſtler möchte von den Gefühlen, die ſie für ihn hegte, unterrichtet ſein. Das vertraute Ver⸗ hältniß, das zwiſchen dem Maler und dem Lehrling zu beſtehen ſchien, geſtattete ihr nicht länger, daran zu zweifeln. Als er Lazare ſeine Liebe offenbarte, hatte Zephyr nothwendiger Weiſe Alles offenbaren müſſen, was er von ihrem Geheimniß entdeckt hatte, das nach und nach ſeit zwei Tagen das Geheimniß der ganzen Welt wurde. Doch bennruhigte die Furcht, von dem Künſtler durchſchaut worden zu ſein, Adeline bereits weniger. Es gab ihr eine klarere Stellung ihm gegen⸗ über. Die Umſtände, welche ihrer ganzen Umgebung ihre Leidenſchaft für den Koſtgänger zur Keuntniß ge⸗
bracht hatten, befreiten ſie von der peinlichen Sorge,
die ſie beſtändig anwandte, über ſich ſelbſt zu wachen, und noch mehr, ſie gewann Vertraute; fand ſogar be⸗ reits hülfreiche Hände; denn hatte ſie nicht durch Be⸗ folgung von Cécile's Rathſchlägen den Künſtler dahin gebracht, üble Lanne an den Tag zu legen, was nach ihrer Freundin Behauptung ein günſtiges Zeichen für ihre Leidenſchaft war?
Während Adeline vergeblich den Schlaf ſuchte, fühlte auch Lazare die Schwierigkeit, Ruhe zu finden. Wenn er die Augen ſchloß, ſo war es nur, um den Traum wieder zu beginnen, den er am Abend auf der Wieſe im Heu gehabt hatte. Mit der, Träumen, die unter der Herrſchaft einer uns lebhaft beſchäftigenden Idee entſtanden ſind, eigenthümlichen Beharrlichkeit wiederholten ſich dieſe Erſcheinungen treu und genau, dieſelben Gemälde hervorrufend, auf denen ſich immer


