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beibringt, iſt zu Nichts gut, als ſie zu dummen Strei⸗ chen zu verleiten.“
„Aber wie! hatte der Vater Protat keine Augen?“
„Ei!“ ſagte der Schreiber,„es gibt, wie es im Sprichwort heißt, keinen ſchlimmern Blinden, als den, der nicht ſehen will; außerdem iſt der Mann ſehr auf Gewinn verſeſſen, Er iſt ſchon jetzt kein allzu guter Chriſt, aber würde um einen Thaler von hundert Son ein Jude werden. Ich habe ihn auf der Amtsſtube ſich mit meinem Herrn wegen der Koſten eines ausgefertig⸗ ten Inſtruments wie einen Hund herumſtreiten ſehen. Er fand das Mittel, den gewöhnlichen Tarif herab⸗ zuſetzen. Er verdiente jedes Jahr viel mit dem Zeich⸗ ner, denn Sie können ſich leicht vorſtellen, daß der nicht handelte!“
„Bei Gott!“ fiel einer der Gäſte mit cyniſchem Lachen ein,„man hat ihm einen guten Biſſen gegeben. Es iſt gut gedrechſelt, das Fräulein, ſo bleich und nied⸗ lich gleich einem Herrgott von Wachs, esauch ſein mag.“
„Und zudem,“ fügte der Schreiber hinzu, indem er die Lunte noch weiter anblies,„wenn den Al⸗ ten auch die Luſt, ſich zu ärgern, angekommen wäre, das Fräulein, das ihn wie eine Kinderraſſel dreht, hätte ihn wohl daran zu verhindern gewußt.“
„Sie fürchtet alſo nicht, ſich in üble Nachrede zu bringen.“
„Sie weiß, daß ſie reich iſt und ſchon einen Mann für ihr Geld finden wird.“
„Das iſt wahr, ſie muß Etwas haben: der Holz⸗ ſchuhmacher ſteht gut und legt von Tag zu Tag zu.
„Ja fürwahr,“ ſagte Herr Julien, den letzten Streich führend,„mit Protat ſteht es um ſo beſſer, je ſchlechter es mit Euch ſteht, und er legt in demſelben Maß zu, als Ihr abnehmt. So wird ſich, ohne daß Ihr daran denkt, mancher von Euren Thalern im Hei⸗ rathsgut ſeiner Tochter finden; darum iſt ſie ſo hoch⸗


