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eine kleine Feindſeligkeit zu offenbaren, gleichfalls nicht fremd. In Bezug auf Adeline war es wirklich Haß, wozu das arme Kind ſeit ihrer Rückkehr ins Dorf⸗ ohne es nur zu vermuthen, Anlaß gegeben hatte. Alle Gevatterinnen wußten, ſo gut wie ſie die Zahl der ſei⸗ denen Kleider, die ſie in ihrer Kommode hatte. Man kannte die Summe ihrer Schmuckſachen, man citirte die Feinheit ihres Leinenzeugs, das Bewunderung und Neid zugleich erregte, wenn Madelon es zum Klopfen nach dem Waſchhaus brachte, und es gab keine Spöt⸗ terei, die man nicht wegen der Spitzen, die an ihrem Kopfkiſſen und, ſagte man ſelbſt, an ihren Abwiſchlum⸗ pen angebracht waren, gegen ſie ausließ. Mehr als alles Uebrige hatte dieſer unſchuldige Luxus in der Stille über ihrem Haupt einen mißgünſtigen, widerſin⸗ nigen und brutalen Haß angehäuft, der nur auf einen Vorwand wartete, um laut auszubrechen.
Der Verſuch des Lehrlings erzeugte alſo gleichſam das erſte Wetterleuchten vor dem Sturme, der Protat und ſeine Tochter bedrohte. Im Augenblick, da La⸗
zare hereinkam, ſchwatzten die im Weißen Hauſe ver⸗ ſammelten Leute, wie bereits angegeben, lärmend von dieſem Ereigniß. Zephyr hatte, wie zu bemerken war, nie große Sympathie im Dorfe erregt. Zu der Zeit, da Protat ihn als Kind ins Haus genommen, hatte man, ſtatt ihm für dieſe mitleidige Handlung Dank zu wiſſen ihn faſt verſpottet; ein Spaßvogel ſelbſt mit einer Anſpielung auf die häßliche Larve des Waiſen, erklärt, Protat habe denſelben ohne Zweifel aufgenom⸗ men, ihn wie ein merkwürdiges Thier auf den Märk⸗ ten ſehen zu laſſen. Ebendeßhalb war das brutale Er⸗ ziehungsſyſtem, welches der Holzſchuhmacher bei ſeinem Lehrling in Anwendung brachte, niemals dem Tadel verfallen, man fand es ganz natürlich, daß er Schläge brauchte, ihn zur Arbeit zu bringen, aber unter den gegenwärtigen Umſtänden erzeugte ſich eine Reaktion


