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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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da ich ihn wieder zum Vorſchein kommen ſah, ſehr dankbar„„

„Daß er bei der Rettung Zephyrs nicht ums Le⸗ ben kam,“ flüſterte ihr Cécile ins Ohr.

„Fräulein Adeline,“ fiel der Künſtler ein,„Sie wiſſen das Geheimniß dieſes Kindes, aber ſtellen Sie ſich, als wäre es Ihnen unbekannt, und reden Sie mit Ihrem Vater nichts davon. Ich habe einigen Einfluß auf Ihren Lehrling und will verſuchen, ihn zu heilen; überdieß wird er mir nach Paris folgen, und wenn er Sie nicht mehr jeden Tag in ſeiner Nähe ſieht, auf vernünftigere Geſinnungen kommen: Abweſenheit iſt ein gutes Heilmittel.“

Jetzt unterbrach ihn Cécile, welche ihre Freundin gern ein wenig quälte, während ſie zugleich in die Ge⸗ danken des jungen Mannes eindringen wollte.„Wer weiß,“ ſagte ſie,„ob Adeline vergeſſen zu ſein wünſcht? Zephyr iſt ſehr jung, aber er wird es bald nicht mehr ſein; er beſitzt ſchon ein Talent, das in gleichem Grade zunehmen kann. Die Sorge für ſeine Zukunft ſoll Ih⸗ nen anvertraut werden, Herr Lazare. Wenn Adeline, die jetzt ſchweigt, weil ſie vielleicht nicht zu reden wagt, Ihnen ſagte:„Anſtatt mich vergeſſen zu machen, wir⸗ ken Sie im Gegentheil varauf hin, daß er an denkt; unterhalten Sie in Zephyrs Herzen dieſe Liebe, von der er mir ſchon eine ſo große Probe abgelegt at; ſorgen Sie, daß ſie die Triebfeder ſeines Ehr⸗ geizes wird, und, wenn er ein Mann iſt, kommt, bei meinem Vater um mich anzuhalten...

„Wenn Fräulein Adeline die Worte beſcheinigen will, die Sie eben ausgeſprochen, wird es mir das größte Vergnügen machen, darauf einzugehen,“ ant⸗ wortete Lazare lachend,„um ſo mehr, als ich dieſe Abſicht ſchon hegte, und, da ich dieſen Morgen bei der Entdeckung ſeines Talentes die Liebe dieſes Jungen entdeckte, denn es iſt eine wahre Leidenſchaft, die er