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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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Sterben! Weiß man, welcher Grund ihn zu dieſem Akt der Verzweiflung treiben konnte?“

„Zephyr iſt ein ſonderbares und myſteriöſes We⸗ ſen,“ antwortete der Künſtler;„er ſagt von ſeinen Ge⸗ heimniſſen nichts, ſelbſt nicht ſeinen Freunden.“

„Ah!“ rief Cécile, indem ſie Adeline auf den zar⸗ ten und weißen Sand heraushalf, wo das Boot eben landete,„für eine ſo myſteriöſe Perſon iſt dieſer Herr Zephyr doch ſehr unüberlegt, und wenn er von ſeinem Geheimniß nichts ſagt, hilft er wenigſtens, es zu er⸗ rathen.“.

„Wie ſo?“ fragte Lazare erſtaunt.

„Ohne Zweifel, weil er es ſchreibt. Und in den lebhaften Strahlen des Mondes zeigte ſie an der Spitze ihres kleinen Fußes auf Schriftzeichen, die mit an ein⸗ ander gelegten Kieſeln alſo gebildet waren, daß daraus ganz deutlich zwei Namen entſtanden: Zephyr und Adeline.“

„Meiner Treu, herzige Adeline,“ ſagte Lazare zu dieſer, als ſie ganz nachdenklich vor der plötzlichen

Dffenbarung ſtand,„es iſt die Wahrheit, Zephyr...“

„Zephyr iſt in Dich verliebt,“ fuhr Cécile fort, indem ſie den Arm um ihre Frenndin ſchlang.

„Welche Narrheit!“ ſtammelte dieſe, um nur etwas zu ſagen.

„Alſo,“ antwortete die junge Frau,„deßwegen wollte er ohne Zweifel ſterben, und ſchrieb, ehe er ſein Vorhaben ausführte, Deinen Namen neben den ſeini⸗ gen auf den Sand am Ufer dieſes Fluſſes, in dem er ohne Herrn Lazare's Aufopferung, der ihm Beiſtand brachte, hätte bleiben können. Und das rührt Dich nicht ein Bischen?“

„Ach!“ ſagte Adeline unbefangen,„als ich Herrn Lazare mitten in dieſes gefährliche Gras hinunterſtüt⸗ zen ſah, machte mir das eiu Geräuſch um den Kopf, als ob ich ſelbſt ertrinken wollte. Auch war ich ihm,