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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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kunft des Ruhms und Glücks verhießen. Adeline ihrer⸗ ſeits betrachtete Lazare, deſſen Miene und Rede ſich belebten, ſo oft er von ſeinem Berufe ſprach, und in dieſer Aufmerkſamkeit ihrer jungen Freundin glaubte Cécile, die ſie beobachtete, deutlich zu bemerken, daß es nicht allein Neugierde war, die Adelinen dieſes In⸗ tereſſe einflößte. Das Mädchen ſtand in der That unter dem Zauber von Lazare's Stimme. Die Gründe, welche der Künſtler zu Zephyrs Gunſten geltend machte, fan⸗ den endlich ein Echo bei Protat ſeibſt.

„Nun wohlan! mein Junge,“ ſagte Protat zu ſei⸗ nem Lehrling,„es iſt ausgemacht: da Herr Lazare be⸗ hanptet, es könne in Paris Etwas aus Dir werden, ſollſt Du nach Paris gehen. Gib Dir Mühe, eines Tags mit Deinen kleinen Talenten Glück zu machen, und wenn Du ſpäter ein großer Mann wirſt, ſo er⸗ iunere Dich Deines Adoptiv⸗Paters, der Dich etwas Rechtes gelehrt hat.“

„Wie ſo das?“ fragte Zephyr.

„Ei! ohne Zweifel... biſt Du nicht mein Zög⸗ ing?“

8 A das Mahl ſchon lange vorüber war, begab ſich die ganze Geſellſchaft, um die freie Luft zu genie⸗ ßen, in den Garten. Es war am Ende eines der heiße⸗ ſten Tage des Jahrs. Die Luft, durch den leiſen Hauch des Abends und die Nachbarſchaft des Fluſſes abge⸗ kühlt, ſog den Duft gewiſſer Blumen in ſich ein, die ihren Wohlgeruch für die Racht aufbewahren, wie die Nachtigall, die ihre ſchönſten Lieder für die Stunde der Sterne aufſpart. Auf den klaren, reißenden, murmeln⸗ den Wellen des Loing wogte ein weißer, leichter Dunſt, den die zunehmende Helle der Mondſichel beinahe durch⸗ ſichtig erſcheinen ließ. Im Schilfe, das den Fluß be⸗ grenzte, begannen die Fröſche ihr nächtliches, moho⸗ tones Concert, und prälndirten wie Muſiker, die ihre

Inſtrumente ſtimmen. Das Gebüſch, welches den Gar⸗