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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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diger aufgeworfen hatte, zu erwarten ſchienen. Protat begann damit, das Talent ſeines Lehrlings in Abrede zu ſtellen; er behauptete, Lazare wäre das Opfer einer Lüge und Zephyr nicht im Stande, etwas mit ſeinen beiden Händen zu machen.

„Er wird Ihnen den Beweis davon liefern!“ ſagte Lazare.

„Wohlan!“ rief Protat,„wenn es wahr iſt, daß er arbeiten kann und einen Verdienſt aus ſeiner Arbeit zieht, ſo iſt er ein Taugenichts; ſein Geld ge⸗ hört ihm nicht weiter.“

„Auch hatte Ihr Lehrling die Abſicht, es Ihnen zuzuſtellen, wenn die Summe größer wäre,“ antwor⸗ tete der Künſtler, der ein wenig warm zu werden an⸗

ng.

Protat kam wieder auf ſeinen erſten Gedanken zu⸗ rückt er behauptete, Zephyr wäre nicht im Stande, von einem Stück Handwerkszeng Gebrauch zu machen; aber in demſelben Augenblick bereitete ſich für ihn eine Be⸗ ſchämung unter der Form eines Beweiſes vor. Wäh⸗ rend des Streits, der ſich zwiſchen Lazare und Protat verlängert hatte, und da der Letztere, um ſeinen Zorn zu rechtfertigen, Céeile ausführlich die Geſchichte der Adoption und der Wohlthaten, mit denen der Lehrling von ihm überhäuft worden war, erzählte, hatte ſich die⸗ ſer raſch in einen Winkel zurückgezogen, nahm einen großen Stock, der im Zimmer ſtand, zur Hand und begann mit ſeinem Meſſer den Griff auszuſchneiden; nach einer halben Stunde Arbeit und während der Meiſter ihn der Unwiſſenheit anklagte, hielt ihm der Lehrling am Griffe den Stechpalmenſtock hin, der lange Zeit auf ſeinen Schultern den Dienſt eines Vollſtreckers der hohen Zornesanfälle von Protat verſehen hatte.

„Wenn ich gelogen habe, Herr Protat,“ ſagte Zephyr, ihm den Rücken bietend,„ſo tödten ſie mich auf der Stelle damit, und dann hat es ein Ende.“