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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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waren weiß und zuſammengedrückt, der Schweiß rieſelte ihm von der Stirne und zwei große Thränen rollten ihm über die Wangen..

„Herr Lazare,“ rief er mit einem Ton, in dem Unwillen und Schmerz ſich miſchten,„ſagen Sie, daß ich kein Dieb bin.“

Bei dieſem Wort ſahen alle einander an.

„Nun wohlan!“ ſagte Protat,„rechtfertige Dich.

Und der Holzſchuhmacher ſchüttete auf ſeinen Teller eine Handvoll Geld, das er aus der Taſche gezogen hatte.„Erkläre mir den Beſitz dieſes Geldes; wo haſt Du es hergenommen?“

„Ich habe es nicht genommen,“ antwortete Ze⸗ phyr.

„Nein, Vater Protat,“ ſetzte Lazare mit feſter Stimme hinzu,„das Geld gehört Ihrem Lehrling, es iſt die Frucht ſeiner Arbeit.“

„Seiner Arbeit!“ erwiederte der Holzſchuhmacher mit Erſtaunenz„welcher Arbeit, wenn es Ihnen gefäl⸗ lig iſt? Verſtehen wir uns, Herr Lazare,“ fuhr Ade⸗ linens Vater mit Ernſt fort.„Sie intereſſirten ſich für dieſen Schlingel und ich habe Sie machen laſſen; aber dießmal iſt es Ernſt?“

„Sehr ernſt, mehr als Sie denken,“ antwortete der Maler.„Zephyr hat dieſes Geld verdient und in allen Ehren verdient.“

„Ah! wahrhaftig,“ rief der Holzſchuhmacher, „ich bin neugierig, zu erfahren, wie.“ Und Protat nahm wieder Platz.

Lazare erzählte ſeinem Wirth, auf welche Weiſe er das Talent des Lehrlings entdeckt hatte, und er⸗ klärte ſo den Beſißz des in ſeinem Zimmer gefundenen

Geldes:— es iſt der Preis für die Arbeiten, die er

an Kaufleute in Fontainebleau abſetzt,“ ſagte er. Dieſe Enthüllung hatte nicht das Reſultat, welches

der Angeklagte und der, welcher ſich zu deſſen Verthei⸗