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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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ein Ding wie einen Knoten verſucht. Von dieſem Verſuch war übrigens nur die Abſicht noch erkennbar ge⸗ blieben. Adeline wußte ihm keinen Dank dafür. Sie errieth, daß alle dieſe Eleganz nur zum Zweck hatte, Cécile's Blicke auf ſich zu ziehen, und ſie begann, beide mit einer auffallenden Beharrlichkeit zu beobachten. Lazare und die junge Frau hatten einen ſtummen und artigen Gruß gewechſelt und aufrecht am Tiſche ſtehend, ſchienen ſie einen Augenblick zu zandern, ehe ſie ſich ſetzten. Die Tochter des Holzſchuhmachers bemerkte, daß der Zufall vermittelſt Madelons Hände die Cou⸗ verte alſp gelegt hatte, daß Cécile die Rachbarin des Künſtlers werden ſollte. Dieſe Anordnung mißfiel inſtinktmäßig Adelinen. Mit großer Gewandtheit und ohne bemerkt zu werden, legte ſie raſch ihre Serviette, die von einem kleinen, ihren Namenszug tragenden Ring umſchloſſen war, auf einen andern Platz. In Folge dieſes Manveuvres war die urſprüngliche Reihen⸗ folge verändert, und als jedermaun ſaß, befand ſich Adeline zwiſchen ihrer Freundin und Lazare. Das Mahl war ſehr belebt. Selbſt Adeline, die anfänglich ſich ſtillſchweigend verhalten hatte, ſtimmte in die all⸗ gemeine geiſtige Regſamkeit ein. Nach einigen Worten hatten Cecile und Lazare ſich ſympathetiſch angezogen gefühlt. um dieſe Sympathie zu erzeugen, war nichts nöthig geweſen, als einige Anknüpfungspunkte in Mei⸗ nungen, die auf natürliche Weiſe von der einen wie andern Seite im Laufe eines jener vorläufigen Ge⸗ ſpräche geäußert wurden, während deren man zu unter⸗ ſuchen ſcheint, auf welches Terrain man die Unterhal⸗ tung führen ſoll. Man hatte anfänglich von Reiſen geſprochen, hernach kam man auf die Kunſt. Cecile, die ihr niedliches Stieſelchen in allen claſſiſchen Städten hatte herumſpazieren laſſen, erzählte von den auf ihrer Reiſe empfangenen Eindrücken. In ihren Bemerkungen, bezüglich der Beſuche in den vornehmſten Muſeen von