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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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Der Künſtler verſprach ihm, den Auftrag nicht zu vergeſſen, und Zephyr ſtieg hinab, den Auszug zu be⸗ werkſtelligen. Wie wir ſchon angegeben haben, erlaubte der leichte Verſchlag, der das Zimmer, wo Adeline mit ihrer Freundin ſich befand, von dem Lazare's trennte, das, was in beiden Gemächern, einem wie dem andern geſprochen wurde, zu verſtehen.

„Wer iſt denn dieſer Herr Zephyr, der in Dich und meinen Shawl verliebt iſt?“ hatte Cécile ihre Freundin gefragt.

„Der Lehrling meines Vaters,“ antwortete Ade⸗ line,„ein verlaßnes Kind, das mein Vater angenom⸗ men hat.“

„Er iſt verliebt in Dich?“ fuhr Cécile fort.

„Ohne Zweifel ein Scherz,“ entgegnete die Toch⸗ ter des Holzſchuhmachers;„Zephyr iſt ein Kind, über⸗ dieß wirſt Du ihn ſehen.“

Doch gingen Adelinen die Worte, welche ſie La⸗ zure hatte an den Lehrling richten hören, etwas im Kopf berum.

„Es iſt für die Damen aufgetragen,“ meldete Ma⸗ delon mit einer gewiſſen Majeſtät in Ton und Haltung.

„Gehen wir hinab“ antwortete Adeline. We⸗ niger umſtändlich mit dem Koſtgänger, klopfte Madelon, um ihm zum Eſſen zu läuten, nur mit der Fauſt an die Thüre und rief einfach:„Herr Lazare, die Suppe iſt auf dem Tiſch.“

„Ich komme,“ antwortete der Künſtler.„Horch,“ murmelte er,„es waren Leute daneben.“

Man ging in das Eßzimmer hinunter. Hinter den zwei Frauen kam Lazare, der auf ſeine Toilette mehr Sorgfalt als gewöhnlich verwendet hatte. Die Blouſe und die Reiſebeinkleider waren mit einem Ge⸗ wand von einfachem, aber friſcherem Zeug vertauſcht; ſeine Halsbinde, ſonſt wie ein Brunnenſeil umgeſchlun⸗ gen, war pünktlicher angelegt, er hatte ſogar vergeblich