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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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delon eben hergebracht hatte.—„Ah!“ ſagte er,„die Dame hat ſchon Beſitz genommen. Zephyr, mein Freund, Du mußt meine Geräthſchaften nach dem Weißen Hauſe ſchaffen.“

„Sagen Sie nur, Herr Lazare,“ bemerkte der Lehrling während des Zuſammenpackens,„Madelon verſichert, daß die Dame, die hier wohnen will, ſchön wie der Tag iſt. Das iſt auch in der That nicht zum Erſtaunen. da ſie von Paris kommt. Haben Sie ihren Shawl im Speiſezimmer geſehen? Was für ein ſchönes Stück! Glänzender als das Meßgewand des Herrn Pfarrers. Und die Feder auf ihrem Hut noch! Ah! ja meiner Treu, ſie muß eine ſehr ſchöne Dame ſein.“

ſ„So, ſo!“ unterbrach ihn Lazare, willſt Du Dich auch ſchon in ſie verlieben und Adeline wegen eines geſtickten Shalws und einer Maraboutfeder vergeſſen?“

„Man wird den Weg zwei Mal machen müſſen, alle Ihre Sachen nach dem Weißen Hauſe zu brin⸗ 6„ſagte der Lehrling, auf eine andere Idee über⸗ ehend.

8„Nun ſo thue es. Dieſe Dame kann das Zimmer brauchen; ſie muß es frei finden; beeile Dich. Weil Geſellſchaft bei dem Mahle iſt, will ich das Raſirmeſ⸗ ſer ein Bischen zur Hand nehmen. Es thut mir ſehr leid, daß ich keinen ſchwarzen Anzug mitgebracht habe,“ ſchloß der Künſtler, mit ſich ſelbſt redend.

„Sagen Sie mir, Herr Lazare,“ fuhr der Lehrling fort,„Sie muß etwas Gutes lieben, die Dame, die eben angekommen iſt... Ich ſah, wie Madelon den Feldbackofen herunternahm. Es wäre wohl möglich, daß man einen Kuchen hätte.“„

„Wohl möglich,“ ſagte Lazare.

„In dieſem Fall,“ ſagte Zephyr,„ſorgen Sie doch, da Sie da ſind, daß man mir auch etwas auf⸗ hebt; ich fürchte, Herr Protat denkt nicht daran.“