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die, wenn ſie auf die Welt kommen, alle Sprachen reden, die Sitten aller Länder voraus kennen, aus al⸗ len Küchen eſſen, und zehn Meilen zu Fuß, ohne ſich zu ermüden, machen, und ruhig die höchſten Höhen der vier Erdtheile erklettern, den Sonnenſchirm ihrer Herrin in der einen Hand, einen Roman in der an⸗ dern. Seit ungefähr einem halben Jahr war Ceécile von ihrer Reiſe zurückgekehrt und jetzt, da ſie in Folge des Wegzugs ihrer Mutter, die den Marquis von Bel⸗ lerie auf eine ferne diplomatiſche Miſſion begleitete, allein in Paris zurückgeblieben, hatte ſie ſich entſchloſ⸗ ſen, ihren Landaufenthalt auf Schloß Moret zu neh⸗ men, das ihr Eigenthum geworden war, und nun den Gedanken gefaßt, die Freundin ihrer Kindheit wie⸗ der zu ſehen. Wie ſie in ihrem Brief angekündigt hatte, wollte ſie ihr acht ganze Tage ſchenken.
„Welches Glück!“ rief Adeline, in die Hände ſchlagend.
„Wenn meine Gegenwart im Hauſe die geringſte Störung verurſachen ſollte, muß man es mir voraus ſagen; ich würde meine Route nach Moret fortſetzen, wo mich Miß erwartet.“
Miß war die engliſche Gouvernante. Im Augen⸗ blick, da die Tochter des Holzſchuhmachers Cécile be⸗ ruhigen wollte, wurde ſie von Madelon unterbrochen, die ſie befragte, wohin man die Sachen der Dame bringen ſollte.
„Warum uns unterbrechen?“ fragte Adeline un⸗ geduldig.
„Sei nicht böſe, Fräulein,“ antwortete die Dienerin, Vertraulichkeit mit Reſpect einigend.„Herr Protat ſchickt mich, Dich zu fragen.“
„Bringen Sie die Koffer und Packets von Ma⸗ dame,“ erwiederte Adeline,„in das Zimmer des Koſt⸗ gängers.“
„Gut,“ ſagte Madelon,„ſoll geſchehen. Ei, das Abendeſſen wird in zehn Minuten fertig ſein. Man


