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„Es iſt der Hund der Mutter Madelon,“ antwortete dieſer;„ſie trägt große Sorge für ihn, denn ſie liebt ihn wie ihr Leben. Es wäre ſehr auffallend, wenn er die Wuth bekommen hätte.“
„Warten Sie doch,“ warf die Krämerin ein,„als ſie der feindlichen Stimmung gewahr wurde, in welche ihre erſten Worte die Anweſenden verſetzt hatten, warten Sie doch ein wenig! Mutter Madelon klagte kürzlich, ihr Hund wäre nicht mehr ſanft und folgſam gegen ſie; ſie ſagte noch letzten Sonntag, da ſie Corporal nach dem Waſchplatz zum Putzen führte, ſeie er davon geſprungen, ſobald er den Bach erblickte. Wenn ſolche Thiere ſich vor dem Waſſer fürchten, iſt es ein ſchlechtes Zeichen; und dann, wenn er in ſeinem natürlichen Zuſtande war, würde er ſeinen Kameraden angegriffen haben? würde er ſich auf mich wie raſend geworfen haben? Herr! ich zittere ſchon, nur daran zu denken. Ganz gewiß iſt er toll, fügte ſie hinzu, ſich zu einer Gruppe von Gevatterin⸗ nen wendend, die bei dem Lärm herbeigelaufen waren.
Dieſe Entdeckung, völlig lügenhaft, aber mit einem Ton der Haſt und des Schreckens, der ihr einen Schein von Aufrichtigkeit gab, vorgebracht, führte die von der Feindin der Mutter Madelon und Corporals erwartete Wirkung herbei.—„Wenn Corporal toll iſt, wie Alles unglücklicher Weiſe glauben läßt, ſagte der Förſter, ſo wird es der andere Hund auch ſogleich werden, denn er hat mehr Biſſe erhalten, als nöthig wäre, einen ganzen Hundeſtall waſſerſcheu zu machen. Da die Befehle ſehr beſtimmt ſind, ſetzte er hinzu, mit dem Finger auf einen Anſchlag der Präfektur auf dem Laden des Tabakver⸗ ſchleißes deutend, ſo iſt es klug, alle beide todtzuſchlagen; das wirdſie zur Verſtändigung bringen,“ ſchloß der Förſter, ſeine Doppelflinte ladend. 4
Bei dieſer Drohung erhob die Hirtin ein e und that energiſche Einſprache dagegen, ihren Huh zu
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