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Angriffe zu leiten und ſteigerte ihren Ingrimm auf den höchſten Grad.
Jeder ihrer Biſſe erzeugte eine Wunde, und jede Wunde erſchöpfte das Blut ihrer Adern.
Inzwiſchen war die Hirtin, um ihren Hund beſergt, zurückgekommen. Da ſie ihn und Corporal an einander gerathen fand, trieb ſie die vorübergehenden Bauern an, die beiden Gegner zu trennen; aber der Kampf war auf einer Höhe der Wuth angekommen, die jedes Einſchreiten gefährlich machte, und die Zeugen dieſer Metzelei ſchienen im Gegentheil Vergnügen daran zu finden. Anſtatt alſo ein Ende zu machen, hetzten ſie mit Geberden und Wor⸗ ten die beiden Hunde noch mehr an einander, als ob ſie bei einer Scene im Circus Zuſchauer geweſen wären; es fehlte ſogar wenig, ſo hätten ſie auf den Ausgang dieſes thieriſchen Zweikampfes Wetten eröffnet. Mittler⸗ weile drang ein Waldſchütze, der nach Hauſe zurückkehrte, durch die Gruppe und erkundigte ſich nach dem, was vor⸗ gingt Es war die Tabakskrämerin, welche Erklärungen abgab.
„Es iſt ein böſes Thier,“ ſetzte ſie hinzu, auf Cor⸗ poral zeigend,„er hat damit angefangen, den andern zu beißen; hat einen verrätheriſchen Ueberfall gemacht und da ich ihn daran hindern wollte, warf er ſich auf mich, als ob er toll wäre.
Bei dieſem Worte, das der Krämerin abſichtslos ent⸗ ſchlüpfte fuhren alle Bauern vor Schrecken zurück. Man war damals in den heißeſten Hundstagen, und zwei Fälle von Waſſerſcheu, auf die man in der Umgegend aufmerk⸗ ſam gemacht hatte, verbreiteten bei der bloßen Nennung dieſes ſchrecklichen Uebels Entſetzen in den Gemüthern⸗ Man wird alſo die Bewegung begreifen, die ſich plötzlich um arme Thier erhob. Das Geſchrei:„man muß ihn tödten!— tödtet ihn!“ ließ ſich von allen Seiten vernehmen, und zu gleicher Zeit hefteten ſich die Blicke auf das Gewehr, das der Förſter umgehängt trug.


