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nittelbare Concurrenz ihr in ſo fern ſchädlich wäre, als die im Dorfe ſich aufhaltenden Künſtler, anſtatt ſich bei ihr zu verſehen, ihre Kundſchaft Mutter Madelon zuzu⸗ wenden vorzogen. Dieſe Feindſchaft, welche ſie gegen die alte Kuhhirtin empfand, trug die Verſchleißerin auf Corporal über, deſſen Verſtand, wie man ſich erinnert, mächtig zu dem Gedeihen der Marketender⸗Schenke in den Langen Felſen beigetragen hatte. Die Frau, die den Präliminarien des zwiſchen den beiden Thieren begonnenen Kampfes beigewohnt, hatte bemerken können, daß Cor⸗ poral ſich als Angreifer zeigte; darin erblickte ſie nun eine legitime Gelegenheit, an dem Thier und ſeiner Her⸗ rin ihren Groll auszulaſſen, und im Augenblick, da Cor⸗ poral unfehlbar ſeinen Feind erwürgen mußte, verſetzte ſie ihm mit der Gabel, die ſie in der Hand hielt, einen heftigen Schlag auf den Kopf. Corporal ſtieß ein kläg⸗ liches Geheul aus, das im ganzen Dorf ertönte, ließ ſogleich den andern Hund los und überſchlug ſich einige Schritte weit, ganz betäubt von einem Streich, der ihn hätte tödten ſollen. Der Gegner Corporals, ſo zur Zeit aus deſſen wüthenden Hackenzähnen gerettet, ſtürzte, ſo⸗ bald er ſich frei fühlte, auf ihn.
Der brennende Schmerz ſeiner Wunde, der ein dop⸗ pelter Blutſtrom folgte, hatte ihn ſchrecklich gemacht. Cor⸗ poral, jetzt ſeinerſeits im Augenblic überfallen, da er kaum von ſeiner Betäubung ſich zu erholen begann, befand ſich in derſelben gefährlichen Lage, in die er einen Augenblick zuvor den Hund der Kuhhirtin verſetzt hatte. Die Krä⸗ merin, die Corporal ohne Zweifel den Tod geſchworen hatte, drang wieder, die Gabel hoch in der Hand, gegen ihn vor, aber der wachſame Hund machte ſich jetzt von dem Rachen los, der ihn zerfleiſchte, und ſprang mit ſo wüthender Heftigkeit auf ſie zu, daß ſie, darüber erſchreckt, die Gabel fallen ließ und ſich in den Hof ihres Hauſes rettete. Die beiden verwundeten Thiere warfen ſich von Neuem auf einander. Ein durchdachter Haß ſchien ihre
Murger, Adeline Protat. 3


