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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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chen der Umgegend entnommen worden waren, erbaute Hütte, deren Dach eine Miſchung von Stroh, Ginſter und hohem Heidekraut bildete. Zur Zeit, da Mutter Madelon in Montigny ankam, war die Hirtin, welche die Kühe auf die Gemeinde⸗Weide trieb, gerade geſtor⸗ ben. Die alte Wittwe bewarb ſich um deren Stelle und erhielt ſie auch. Da ſie kein Unterkommen hatte, ver⸗ einigten ſich die Bewohner des Dorfes, ihr auf Ge⸗ meindekoſten jene Wohnung von ſo primitivem Ausſehen, deren wir eben gedacht haben, zu errichten. Uebrigens hatten die Einwohner von Montigny dabei kaum etwas außer der Handarbeit zu bezahlen gehabt, weil das Banmaterial vom Walde ſelbſt geliefert wurde, und ſo erſetzte Mutter Madelon nach und nach von ihrem ge⸗ ringen Lohne die Auslagen für die Erbauung dieſer armſeligen Hütte, in deren Beſitz ſie bald darauf kam. Man nennt in der Gegend den Ort, wohin man das Vieh zur Weide treibt, Schlafſtätte(dormoir), ein läudlicher, neugeſchaffener Ausdruck, deſſen Etymologie durch die Sieſta oder Mittagsruhe angedentet zu ſein ſcheint, der ſich die Thiere nach der Fütterung überlaſ⸗ ſen. Die von Gemeindewegen für die Kühe von Mon⸗ tiguy beſtimmte Schlafſtätte befand ſich in dem nächſt⸗ gelegenen Theile des Waldes, der den Namen die Langen Felſen(Longs Bochers) führt. Indem ſie ihre Heerde dahin trieb, hatte Mutter Madelon die Wahrnehmung gemacht, daß dieſe Schluchten, deren Anblick wilder, deren Charakter großartiger iſt, als jene, denen man nach Anweiſung des Reiſehandbuchs zu Franchard und Apremont ſeine Bewunderung zollt, oft von den Neugierigen in Augenſchein genommen und täg⸗ lich von den Künſtlern beſucht wurden. Die neue Kuh⸗ hirtin kam deßhalb auf den Gedanken, inmitten dieſer Einöden einen Induſtriezweig zu ſchaffen, der ihr ſpäter den Beinamen der Marketenderin der Künſte er⸗ werben ſollte. Sie nahm Tag für Tag einen großen