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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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Pächter dachte, eine Feuersbrunſt würde ihn vom Unter⸗ gang retten; er zündete alſo am Tage der Kirchweihe von Grez ſeine Scheune an, während man in einiger Entfernung von ſeinem Hofe verſchiedenes Feuerwerk abbrannte. Er hoffte mit Unrecht, der Unfall würde ei⸗ ner verſprengten Rakete zugeſchrieben werden; allein ſein Verbrechen hatte Zeugen gehabt. Ein Knecht und eine Magd vom Hofe, deren zärtliches Steldichein durch ſeine Gegenwart in der Scheune geſtört worden war, hatten es bemerkt, ohne daß er ſich etwas davon einbildete. Sie riefen um Hülfe, aber zu ſpät; der Pachthof brannte bis auf den letzten Strohhalm ab. Der Pächter wurde ver⸗ haftet und ins Gefängniß geworfen, wo er den Tag vor ſeiner Aburtheilung ſtarb.

Allein vor einem Aſchenhaufen ſtehend, dankte die arme Wittwe noch dem Himmel, der ihr Fruchtbarkeit verſagt und damit wenigſtens den Schmerz erſpart hatte, bei dem ungewiſſen Geſchick, dem ſie entgegenging, ein armes Kind mit ſich ſchleppen zu müſſen, dem ſie nichts anderes, als einen durch die Schmach des väter⸗ lichen Verbrechens befleckten Namen hätte geben kön⸗ nen. Sie verließ ſofort das Dorf Grez, wo ihr Un⸗ glück nur kaltes Mitleid erregte, zu dem ſich noch ie übel wollenden, von dem Inſtinkt des rohen Egois⸗ mus eingegebenen Tröſtungen geſellten, der den Men⸗ ſchen antreibt, ſich an dem Unglück von Seinesgleichen zu erfreuen. Wie ſie die dreißig Jahrè, ſeitdem ſie von jenen Ereigniſſen betroffen worden, gelebt hatte, war das Geheimniß jener erfinderiſchen Nothwendigkeit, die aus jeder Arbeit Brod macht, einer Art von Genie des Unglücks, das die Gottheit denen enthüllt, die ſie dazu verurtheilt hat. Erſt vor zwölf Jahren war Mutter Madelon nach Montigny gekommen, ſich daſelbſt nieder⸗ zulaſſen. Sie bewohnte am Ende des Dorfes, auf der Grenze eines Gehölzes mit Namen Trembleaux, eine elende, plump aus Sandſteinſtücken, die den Steinbrü⸗