Druckschrift 
Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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ter Stimme, indem er das große blumenverzierte Glas betrachtete.Ich halte darauf faſt ebenſo viel, als eines meiner Glieder; es iſt ein Geſchenk meiner Seligen; ſie hat es mir auf meinen Namenstag gegeben, der genau auf den Tag vor unſerer Heirath fiel; das führt mich in eine ferne Zeit zurück, dieſe Erinnerungen da, Herr Lazare, denn es ſind bald dreißig Jahre, daß ich auf meiner Hochzeit getanzt habe. Ach! Wir machten zuſam⸗ men ein ſchönes Paar, meine liebe Frau und ich. Wenn der liebe Gott nicht damit zufrieden iſt, wie ich auf Er⸗ den gelebt habe, kann er mich, wenn ich hinüber gehe, wohl in ſeine Hölle ſchicken: ich werde die fünfzehn Jahre des Paradieſes nicht vergeſſen, die mir meine arme Fran⸗ Loiſe geſchenkt hat.

Pater Protat, ſagte der Künſtler, wirklich gerührt von dieſer naiven, ſo einfach ausgedrückten Betrübniß, wollen Sie mir das Vergnügen machen, mit mir anf das Gedächtniß Ihrer Frau zu trinken?

Ach Herr Lazare, rief der gute Alte mit herzlicher Lebhaftigkeit aus,von ganzer Seele.

Und nachdem er reſpektvoll ſeine baumwollene Mütze abgezogen, näherte er ſein Glas dem von Lazare.

Auch meinerſeits von ganzem Herzen, braver Mann, antwortete der Maler, indem er gleichfalls ſeinen Hut abnahm.

Dieſes Zeichen von Achtung, das von einem Frem⸗ den dem Andenken ſeiner Frau erwieſen wurde, ſchien bei dem Holzſchuhmacher einen Eindruck hervorzubringen, den er nicht ganz zurückzuhalten vermochte, denn er be⸗ mächtigte ſich der Hand des jungen Mannes und ſchloß ſie mit einer Rauhigkeit in die ſeinige, welche Lazare einen unwillkürlichen Schauder erregte.

Der Vater Protat, der ſich über die Urſache dieſer Bewegung täuſchte, fürchtete ohne Zweifel, ſich zu ver⸗ traulich gezeigt zu haben, und begann eine ganze Lita⸗