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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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nach der Wäſche riechenden Tuche gedeckt war. Der Tiſch ſtand nahe am Fenſter mit der Ausſicht über den Loing, deſſen klare Wellen, reißend wie ein Waldſtrom den vor der Wohnung des Vaters Protat angelegten Garten be⸗ wäſſerten.

Vater Protat, ſagte Lazare, ſich auf einen Stuhl werfend,ich habe fünfzehn Meilen Fahrens nüchtern im Magen und zwei Meilen Staub in der Kehle; ſo ver⸗ ſchmachte ich vor Durſt und ſterbe vor Hunger.

Ein wenig Geduld! Die Kleine iſt am Herd und beſchäftigt ſich mit Ihnen, antwortete der Holz⸗ ſchuhmacher.Man wird Sie mit einem Gericht(ma- telote) Aale bedienen, die noch vor einer Stunde im Fiſchkaſten des Müllers ſich herumtummelten. Unſer Nachbar, der Wurſtmetzger, hat geſtern ein Schwein ge⸗ ſchlachtet, und da ich Sie dieſen Morgen erwartete, habe ich Ihnen Fleiſchklößchen machen laſſen, wie Sie die⸗ ſelben voriges Jahr ſo gerne aßen. Was das Oeſert betrifft, ſo können Sie es ſich ſelbſt holen: es erwartet Sie an den Zweigen des Spaliers; aber einſtweilen, bis das Frühſtück fertig iſt können wir, wenn Sie den Durſt löſchen wollen, auf Ihre glückliche Wiederkehr Eins unter uns trinken.

Und mit dieſen Worten füllte Vater Protat bis zum Rande ein großes, einſt vergoldetes Glas, das ohne Zweifel das Pra chtſtück ſeines ländlichen Schenktiſches bildete, und deſſen Gebrauch ausſchließlich auf die gro⸗ ßen Feſtlichkeiten des Hanſes beſchränkt war.

Warum geben Sie mir dieſes Glas da? ſagte der Künſtler, einen Blick freundſchaftlichen Vorwurſs auf ſeinen Wirth werfend.Ich könnte ſo unglücklich ſein, es zu zerbrechen, und darüber wären Sie und ich un⸗ tröſtlich; denn Sie halten etwas darauf, wie Sie mir mehr als einmal geſagt haben.

Ja, ohne Zweifel, ich habe es geſagt und ſage es noch einmal, erwiederte der Holzſchuhmacher mit gerühr⸗