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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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als fürchtete er, ſeine Blicke möchten die Gedanken offen⸗ baren, welche ſeinen Geiſt zu bewegen ſchienen, und wie, um neue Fragen zu vermeiden, auf die er zu antworten keine Luſt hatte, verſuchte er wieder langſamer zu ge⸗ hen und ſeine und des jungen Mannes Schritte in jenen Abſtand zu bringen, der ſie während des erſten Theils des Weges getrennt hatte; aber Lazare, den die klägliche Haltung ſeines Begleiters zu befremden und ſelbſt zu beunruhigen aufing, rief ihn zu ſich heran und nöthigte ihn, gleichen Schritt mit ihm zu halten. Was

er aber auch thun mochte, und ſo geſchickt er ſich dabei benahm, von dem Geheimniß, das an Zephyrs Traurig⸗

keit ſchuld war, konnte er nichts erfahren, nicht einmal etwas errathen. Dieſer beharrte bei ſeinem Stillſchwei⸗

gen, und nöthigte ihn zuweilen die Höflichkeit, daſſelbe

zu brechen, wenn Lazare ihn allzu lebhaft bedrängte, ſo erwiederte er nur mit unbedeutenden Worten, bei denen

der höchſte Scharfſinn nicht herausgebracht hätte, was ſie

in Wirklichkeit ſagen wollten ja oder nein. Wäh⸗. rend dieſes kleinen Kampfes zwiſchen der Reugierde La⸗ zare's und der Behutſamkeit Zephyrs war man im Dorfe Montigny angekommen. Da alle Bewohner auf dem Felde beſchäftigt waren, gelangte der Maler von einem Ende der großen Gaſſe bis zur andern, ohne einer be⸗ kannten Figur zu begegnen, außer einigen kleinen Kin⸗ dern, die Lazare in den vergangenen Jahren durch ſeinen großen Bart anfänglich erſchreckt, aber dadurch, daß er ihnen am Kirchweihfeſte Spielſachen kaufte, zu zähmen gewußt hatte. Als ſie ihren guten Freund den Zeich⸗ ner(dieſen Namen gibt man den Künſtlern dort im Lande) erkannten, umringten ihn die Bürſchchen mit Frendengeſchrei und ließen ihn nicht eher ſeinen Weg fortſetzen, als bis er eins nach dem andern nmarmt

atte. Da ſind wir endlich, ſagte Lazare, als er das nahe Geräuſch von dem oberhalb der Mühle von Mon⸗