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„Tummelt Euch jetzt, wir müſſen wieder hinaus und noch mehr anſehen.“
„Es iſt unmöglich, ich kann nicht; meine Füße find ganz wund.“
„Ich bin ſo müde, ſo müde. wir ſind ja den ganzen Vormittag in der Stadt herumgeſprungen.“
„Und dieſer ſchreckliche Staub.“
„Und dieſe ſchrecklichen Muſeen!“
„Ich bitte mir aus, daß Ihr nicht zu weichlich ſeid„Bedenkt doch, es iſt eine Luſtreiſe, wir ſind ja bloß hier, um uns luſtig zu machen; es bleibt noch viel übrig, es iſt noch Vieles zu ſehen, da ſchaut her.“
Damit zog er ein endloſes Promemoria über ſämmt⸗ liche Merkwürdigkeiten der Stadt hervor. Die Frauen⸗ immer ſeufzten ſchwer, als ſie die lange Liſte ſahenz
e waren nicht die erſten, die bei einer Luſtreiſe die Erfahrung machten, daß es ſich ungemein ſchwer hält⸗ zu amüſiren
Einige Stunden ſpäter wanderte Abſalon mit Ro⸗ ſina am einen und Lilia am andern Arm in der großen Tivoli⸗Anlage draußen vor dem Brandenburger Thor. Sie hatten hier eine unglaubliche Menge Merkwürdigkeiten gefunden, über die ſie ſich verwundern konnten; aber die große Rutſchbahn hatte ihrem Geſchmack ganz be⸗ ſonders zugeſagt.
Die Damen, die während der Herabfahrt einige Anwandlung von Seekrankheit verſpürt hatten, fanden dieſes ſinnreiche Vergnügen ſchauerlich ſchön, und der Bürgermeiſter ſelbſt bemerkte wohl zum hundertſten Mal an demſelben Tag:
„Es iſt merkwürdig, wie die Aufklärung ſteigt, wie die Künſte und Wiſſenſchaften voranſchreiten.“
Aber hier bot ſich ein ſolcher Ueberfluß von Ver⸗ znügungen dar, daß man unmöglich alle genießen onnte.
So eben noch hatte man zugeſehen, wie eine Rieſen⸗


