Teil eines Werkes 
5. bis 9. Bändchen (1862)
Entstehung
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Lvos für beneidenswerth; ſie glauben, daß wir, die wir all dieſen Lurxus beſitzen, Nichts mehr zu wünſchen ha⸗ ben, daß unſer Leben nur Freude und Genuß ſei. Ach, wer ſo glücklich wäre! denken ſie. 1. Schweigſam betrachtete die gräfliche Herrſchaft die Arbeiterfamilie unten auf der Straße. Nach einer Weile wurden die niedergelegten Laſten wieder aufgenommen. Der Mann trug eine bedeutende Laſt, aber als er ſich bereits in Gang geſetzt hatte, ſchien er Mitleid mit den allzu ſehr gedruͤckten Schultern ſeiner Frau zu empfin⸗ den, und er nahm ihr noch einen weiteren Theil ab. Darauf ſetzten ſie ihren Weg fort. Er ſchien ſtolz auf ſeine Stärke, und ſie, die hinter ihm ging, ſuchte mit der einen Hand unbemerkt ſeine Mühe zu erleichtern. Ich weiß nicht, welchen Eindruck dieſer Zug ein⸗ facher Herzlichkeit auf die Ehegatten im Fenſter machte, aber ſie ſchienen einige Bedeutung daran zu knüpfen; 6 denn ſie ſeufzten Beide ſehr ſchwer. Vielleicht empfan⸗ den ſie auch ein Gefühl des NReides, einen Wunſch, mit Einigkeit die Laſten ihres Lebens tragen zu önnen. S Der Zank war inzwiſchen für dießmal au

8.

Die Wohnung eine Treppe höher, iſt nicht minder behaglich, obſchon nicht vollkommen ſo lururiös.

In einem großen, hellen und heiteren Zimmer treffen wir eine kleine Geſellſchaft von drei Perſonen; zwei Damen und einen Herrn⸗

Die beiden Erſtgenannten ſitzen bequem, aber ganz und gar nicht übermüthig, jede in ihrer Sophaecke und ſcheinen eine behagliche Ruhe zu genießen. Sicherlich ſind auch ſie kaum erſt von einer Promenade zurückge⸗ kommen, denn ſie ſind ſehr echauffirt, und ihre Schuhe und Kleider wiſſen viel von dem berüchtigten Berliner Staub zu erzählen.